Doch ein Wochenplan ist weit mehr als ein Zettel mit Aufgaben. Richtig eingesetzt, kann er Unterrichtszeit entlasten, Differenzierung ermöglichen und Kinder zu eigenverantwortlichen Lerner:innen machen.


Warum Wochenplanarbeit?

Ein Wochenplan ist kein „Arbeitsblatt-Container“, sondern eine Haltung: Ich vertraue darauf, dass die Kinder lernen können, wenn man ihnen den Raum dafür gibt.

Wie ich Wochenplanarbeit einsetze

Wochenplanarbeit ist kein Selbstläufer

Mein Fazit

„Wochenplanarbeit ist keine Methode. Sie ist eine Haltung zu den Kindern, zum Lernen und zur Lehrrolle.“

Lernziele zum Wochenplan

3 Antworten zu „Arbeit mit dem Wochenplan”.

  1. Avatar von inventiveef1cf3be39
    inventiveef1cf3be39

    Liebe Jessica, ich hatte tatsächlich noch Fragen…komisch dass sie nicht versendet wurden.

    Du differenzierst den Wochenplan nicht. Richtig?

    Die Kinder die im Lernziel noch das mittlere oder das linke Smiley angekreuzt haben, üben diese mit haptischen Material in den freien Lernzeitstunden?

    Die Kinder, die tipi topi sind…ich habe so sechs davon…was machen die in den freien Lernzeitstunden? Ich kriege sie zu nix motiviert.

    Ich gebe Inputs im Kreis derzeit. Sie arbeiten dann meist differenziert.

    Folgendes möchte ich ändern: Deine zwei Seiten im Kalender. kleben sie in den bisherigen Schulkalender. Die individuellen Ziele finde ich auch super. Die Rückmeldezeilen der Eltern auch. Die Themen der Woche auch super.

    Anstelle deines Wochenplans schreibe ich die Lernziele der Woche rein. Hier schätzen die Kinder sich selbst ein. Das können die schon mündlich ganz gut. Sie wissen was sie Ende der Woche noch üben müssten. Vielleicht donnerstags. Ich habe freitags dann noch drei Stunden mit denen. Hier könnte ich zwei Stunden frei arbeiten lassen.eine Pause ist dazwischen .Die Kinder mit Bedarf üben am besten mit haptischen Material an ihren Lernzielen der Woche. Das haptischen Material müsste ich aber noch herstellen bzw laminieren. Ich habe den spielend leicht lernen Account und ich bin eine Montessori Frau…das dauert was aber Ideen habe ich genug. Weil weitere AB’s gehen nicht. Oder halt mit Anton üben. Und dabei noch inputs in kleinen Gruppen anbieten.

    Was machen die guten und schnellen in der Zeit? Ich kann denen noch nicht mal eine Plakaterstellung mit bookcreator anbieten, auch dazu haben die keine Lust. Sie wollen nur Fußball spielen.

    In der letzten Freitagsstunde reflektieren wir dann. Lernzeit aber besonders die individuellen Ziele.

    Für die Hausaufgabenzeit, wir haben drei (halbe…mehr geht nicht)Stunden (Mo bis Mi…. Donnerstag haben wir lang und Freitag keine HA), die betreue ich und 20 von 24 Kindern sind da drin, habe ich die letzten Wochen deine TÜ erstellt. Das war richtig gut. Die will ich in der Menge noch differenzieren. Auch hier könnte ich mir melden lassen, was noch nicht gut klappt und dieses in den Freitagsstunden anbieten zu üben.

    Ich kann nicht zu viel optimieren. Ich bin mit voller Stelle und 56 Jahren schneller kaputt. Beim nächsten Durchgang plane ich den Wochenplan ein. Leseband und Rechenband auch. Finde ich richtig gut. Wann korrigierst du den Wochenplan?

    Derzeit habe ich auch eine 4.

    So. Habe eine Woche Ferien. Brauche aber auch was Abstand von der Schule. Freue mich auf deinen Podcast.

    Aller beste Grüße aus Süddeutschland.

    Vera

    P.S. Wie übst du die RS? Derzeit haben wir Lernwörter die nach fresh sortiert werden. Ich will aber viel lieber die Lessmann Strategie machen. Ich habe die Boxen und die Kinder haben Lust auf die Karteikarten. Mehr Lust als die Lernwörterübungen zu machen. Was hälst du von Lessmann?

    ..

    1. Liebe Vera,

      Ich danke dir für dein Feedback. Deine Rückmeldung ist wirklich wertvoll, denn sie zwingt mich dazu, meinen Unterricht noch bewusster zu reflektieren. Vieles mache ich inzwischen so routiniert und selbstverständlich, dass mir Manches gar nicht mehr auffällt. Durch den Podcast bin ich selbstbewußter geworden, meine Arbeit ist nicht selbstverständlich – Das hilft mir im Umgang mit herausfordernden Eltern! 🙂 Und bei meiner Reflexion stelle ich auch fest, dass ich hier und da auch optimieren kann/sollte! Das finde ich toll.

      Nun zu deinen Fragen:

      • Den WP differenziere ich nicht direkt: Entweder sind die Hefte bereits differenziert oder die Stationen bzw. Arbeitsblätter/Material selbst. Die SuS schätzen sich ein und wählen ihre Niveaustufe. Außerdem spreche ich mit einzelnen SuS und wir besprechen die Menge – also eine quantitative Differenzierung.

      • Zu den Lernzielen: Wenn die SuS merken, dass es bei einem Punkt hakt, kommen sie zu mir und bekommen eine weitere Erklärung. Ich schaue mir an, was sie „falsch“ machen, wir analysieren gemeinsam das Problem und suchen eine Lösung. Danach erhalten sie passendes Material und versuchen es erneut.

      • Zur Rechtschreibung: Auch ich arbeite mit Leßmann + Fesch. Beim freien Schreiben korrigiere ich mit Schwerpunkten und schreibe den SuS (Box 2 – Karte 1 + 2) zum Beispiel gezielt Hinweise. Wir haben auch ein Strategieheft (ähnlich einem Vokabelheft). Wenn sie Fehler machen, schreibe ich das Wort korrekt mit Symbol auf, und sie übertragen es ins Strategieheft zum Üben. Wir lernen die Lernwörter regelmäßig und die Karteikarten dienen meist als Start beim offenen Anfang. Ich lege großen Wert auf Rechtschreibung! In DE und MA sind mir Basiskompetenzen enorm wichtig! Das hat absolute Priorität!

      • Bei der Freiarbeit liegt die Betonung auf Arbeit! Das ist eine feste Regel – nicht verhandelbar. Was brauchen diese SuS? Wenn sie fachlich top sind, können sie vielleicht ihre Sozialkompetenz stärken – zum Beispiel durch Vorlesen bei den Erstklässlern.
      Wenn es meine Schule wäre, würde ich sie auch in der Schule aushelfen lassen (Hausmeister, Küche …). Ein Jahr hatte ich ein Kind, das in Mathe so stark war, dass es „Programmieren“ gelernt hat – sie musste nur einen Teil in Mathe bearbeiten, zu meiner Beruhigung 😊.
      Ansonsten können sie sich in kommende Inhalte einarbeiten, Informationen sammeln und aufbereiten (z. B. mit eBookcreator, Plakat, Vortrag, Tonaufnahme oder Video). Sie sollen Experten werden und anderen helfen.
      Ich frage auch oft: „Was musst du noch üben?“ Wenn sie z. B. im Lesen Übungsbedarf haben, dann bekommen sie Leseaufgaben statt Mathe. Sie sollen reflektieren, was sie brauchen. Auch Knobelkarten und Fermi-Aufgaben sind sehr geeignet!

      • Zum Wochenplan: Ich habe mich in den letzten Wochen intensiv damit befasst und arbeite an einer neuen Version. Ich möchte die Ziele stärker einbetten, damit den SuS klar ist, welche Kompetenzen sie gerade ausprägen. Du siehst – auch ich bin noch nicht „fertig“. Es ist ein Prozess, alles bleibt in Bewegung.

      Ich freue mich sehr, dass du die TÜ ausprobiert hast! Magst du ein Beispiel in der Facebook-Gruppe zeigen? Das wäre großartig! Natürlich kann man sie differenzieren – aber denke bitte auch an dich und deine Gesundheit. Wichtig finde ich, dass die SuS dir ihre Probleme melden, damit ihnen geholfen werden kann. Sie müssen verstehen, dass das keine Schande ist!

      Ich korrigiere viel, aber nicht alles. Bei der Partnerkorrektur ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass beide denselben Fehler übersehen. Den Satz der Woche sammle ich ein. Manchmal schaffe ich auch eine Live-Korrektur mit einem Kind (während die anderen arbeiten) – das bringt meiner Erfahrung nach den größten Erfolg!

      Bei allem, was du ausprobierst, denke daran: Führe alles gut ein und nimm dir nicht zu viel auf einmal vor! Schritt für Schritt – nur so viel, wie du heute schaffst. Eine kranke Vera hilft niemandem!

      Liebe Vera, ich wünsche dir erholsame Ferien. Achte auf dich!

      beste Grüße

      Jessica

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