Der Wochenplan gehört für mich zu den wirksamsten Instrumenten, um Unterricht zu öffnen, Verantwortung zu übergeben und Kinder wirklich ins eigene Lernen zu bringen.
Doch ein Wochenplan ist weit mehr als ein Zettel mit Aufgaben. Richtig eingesetzt, kann er Unterrichtszeit entlasten, Differenzierung ermöglichen und Kinder zu eigenverantwortlichen Lerner:innen machen.

So sieht zum Beispiel ein Wochenplan aus, den wir jede Woche einkleben… Da ich nur die Vorlagen speichere, habe ich nicht so viele Beispiele, die ich zeigen kann…. Bei Deutsch variiert es zum Beispiel: Gedicht schreiben, Satz der Woche, Frage der Woche… Es kommt auf den Schwerpunkt an! Vor den Ferien wollte ich vor allem die Selbstständigkeit schulen… Dafür gab es viele kurze Übungen!
Warum Wochenplanarbeit?
In jeder Klasse begegnen uns Kinder mit völlig unterschiedlichen Voraussetzungen: Manche brauchen viele Wiederholungen, andere wollen ständig neue Herausforderungen. Der Wochenplan bietet für beide Gruppen Raum – ohne sie zu trennen.
Er schafft Verbindlichkeit und gleichzeitig Freiheit.
Er ermöglicht Selbststeuerung, ohne die Kinder allein zu lassen.
Ein Wochenplan ist kein „Arbeitsblatt-Container“, sondern eine Haltung: Ich vertraue darauf, dass die Kinder lernen können, wenn man ihnen den Raum dafür gibt.
Wie ich Wochenplanarbeit einsetze
In meiner Klasse ist der Wochenplan fest im Unterrichtsablauf verankert.
Er erscheint jeden Montag neu – gedruckt und übersichtlich.
Die Kinder kleben ihn in ihren Jahresplaner, der das klassische Hausaufgabenheft ersetzt.
So haben sie alles an einem Ort:
- ihre Lernziele,
- die Aufgaben der Woche, (Selbstwirksamkeit nach Hattie mit einer Effektstärke von 0,77)
- Platz für Reflexion und Rückmeldung. (Effektstärke nach Hattie: 1,26 und 0,52)
Die Aufgaben decken die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und Sachkunde ab. Jede Aufgabe ist so formuliert, dass sie selbstständig zu bearbeiten ist – das ist entscheidend.
Wochenplanarbeit ist kein Selbstläufer
Die größte Herausforderung?
Der Wochenplan funktioniert nur, wenn er systematisch eingeführt wird. Kinder müssen lernen, Zeit einzuteilen, Prioritäten zu setzen, sich selbst zu organisieren. Das braucht Zeit, Begleitung – und Geduld.
Ich vergleiche das oft mit Fahrradfahren:
Man kann nicht einfach aufsitzen und sofort losradeln.
Aber wenn es einmal läuft, entsteht ein ganz neues Gefühl von Freiheit.
Mein Fazit
Der Wochenplan ist kein Trend, sondern ein Werkzeug, das sich über Jahrzehnte bewährt hat! Gerade, weil er so wandelbar ist.
Er lässt sich in jedes Unterrichtskonzept integrieren, ob klassisch oder offen, ob analog oder digital.
Vor allem aber gibt er Kindern etwas zurück, was im schulischen Alltag oft fehlt:
Verantwortung, Übersicht und Stolz auf das eigene Lernen.
„Wochenplanarbeit ist keine Methode. Sie ist eine Haltung zu den Kindern, zum Lernen und zur Lehrrolle.“
Lernziele zum Wochenplan
Viele Stationen ergänze ich mit einem Laufzettel, damit die SuS die Lernziele im Blick haben und genau wissen, woran sie arbeiten müssen und sich selbst einschätzen.






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