Archiv der Kategorie: Affiliate Marketing

Erfahrungen, Meinungen und Kommentare zu Themen wie Netzwerke, Partnerprogramme und Affiliate Marketing

Canon Utility ohne CD nutzen

Als Affiliate macht es Sinn eigene Produktbilder zu nutzen. Bei unseren eigenen Seiten versuchen wir so oft es geht auf eigenes Fotomaterial zurückzugreifen.

  • Wir können besser Produktdetails zeigen
  • Wir nutzen dadurch einzigartige Fotos und unterscheiden uns von der Konkurrenz
  • Bei Produkttest liefern wir mit eignen Fotos den Beweis, dass wir Produkte getestet haben
  • Wir verringern das Risiko wegen ungeklärter Bildrechte abgemahnt zu werden
  • Wir können Fotos mit eigenem Logo branden
  • Wir können Auflösungen und Größen nutzen die wir für unsere Webseite brauchen

Ich denke man kann die Liste noch etwas länger fortführen. Natürlich hat die Produktion auch „Nachteile“. Eigene Fotos sind recht aufwendig zu erstellen und man braucht für gute Fotos ein gewisses Equipment und Know How.

Blöd ist es dann, wenn man eine tolle Software mit seiner Kamera geliefert bekommt, diese aber aufgrund eines fehlenden CD Laufwerks nicht aufspielen kann. Wenn dann vom Hersteller kein Download der Software bereitgestellt wird, muss man etwas tricksen.

So hat es Jessica gemacht, denn mit unserer Kamera Canon Eos 100D gab es die Canon Utility Software nur als CD.

Wie man dennoch an die Software kommt und warum diese so praktisch ist, zeigt euch Jessica in diesem kurzen Video:

Was zeigen die Assist bei Affilinet?

Affilinet zeigt als eines der ersten Netzwerke sogenannte Assist an. Ein Assist kennt man aus dem Sport, dort bedeutet es eine Vorlage zu einem Tor geben. Bei Affilinet ist damit eine Vorlage zu einem Sale/Lead gemeint. Ein Assist wird dann gezeigt, wenn ein Klick auf unser Werbemittel stattgefunden hat, der Sale/Lead jedoch einem anderen Affiliate zugeordnet wird, da dieser zeitlich später einen Klick erzeugt hat (Last Cookie Wins Prinzip).

Der Assist zeigt uns also an, ob wir an Sales/Leads beteiligt waren, sprich ob wir einen Touchpoint im Customer Journey waren. Diese Betrachtung bezieht sich jedoch nur auf Sales/Leads die über Affilinet getrackt wurden.

Als Affiliate sehen wir welches Business Modell uns überschreibt und welches Business Modell wir überschreiben. Zudem sehen wir pro Partnerprogramm unsere Anzahl an Sales/Leads und wie viele davon mit und ohne Assists sind.

Kurze Beispiele:

Ein Klick auf unseren Affilinet Trackinglink, der Verkauf wird über einen anderen Affiliate Tracking Link erzeugt – > Wir erhalten einen Assist, der andere Affiliate bekommt eine Provision

Ein Klick auf unseren Affilinet Trackinglink, der Verkauf wird über einen anderen Kanal erzeugt – > Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Hat der Merchant keine Cookieweiche, erhalten wir normalerweise die Provision. Hat der Merchant eine Cookieweiche die nach dem Last Touch Prinzip funktioniert, erhalten wir weder den Assist, noch die Provision.

Was nützten die Assist dem Affiliate?

Wenn ich als Affiliate sehe, dass ich viele Assist liefere, aber kaum Provisionen erhalte, habe ich zwei Möglichkeiten. Ich spreche mit dem Merchant und versuche Ihm meine Position klar zu machen. Ich erzeuge mit meinem Auftritt wohlmöglich einen Erstkontakt mit dem Kunden, der aktuell nicht vergütet wird. Denkbar wäre evt. ein kleiner CPC für meine Klicks oder eine höhere Provision für Verkäufe um die vielen Assists etwas abzubilden.

So sehen wir als Affiliate die Assists bei Affilinet

Bei „Überschreibende Publisher“ sehen wir, wieviel Publisher unsere Cookies überschrieben haben, bei „Überschriebene Publisher“ haben wir andere Affiliates überschrieben

Was wohl nicht in Frage kommt ist der Verzicht des Merchants auf die Publisher Kanäle zu denen meine Sales hin wandern.

Wir können uns die Sales und Assists auch nach Partnerprogramm anzeigen lassen.

Die Spalte Assists zeigt uns die Anzahl der Sales, zu denen wir Assists geliefert haben, bei Ihre Orders wird uns gezeigt, bei wievielen unserer Sales andere beteiligt waren.

Um die Abwanderung der Sales zu anderen Publisher Modellen etwas Einhalt zu gebieten, können wir die Auswertung nutzen um unsere Seite etwas in die Richtung der Business Modelle anzupassen. Verlieren wir Sales an Preisvergleiche, bauen wir einen kleinen Preisvergleich auf unsere Seite, verlieren wir unsere Sales an Gutscheinseiten, fragen wir den Merchant nach Gutscheinen an (hier kann es sein, dass ausgegebene Gutscheine mit einer Reduzierung der Provisionshöhe einhergehen).

Was nützen die Assists dem Merchant?

Bei der Übersicht der Business Model erhalten wir schon mal einen guten Einblick, welche Business Models viele Sales liefern und wie viele davon mit Assists sind. Hier lohnt noch mal ein Blick auf Publisher Ebene, denn es kann große Unterschiede geben, zwischen den einzelnen Publishern vom gleichen Business Model. Wir können nun sehr gut sehen, welche Affiliates für den Erstkontakt mit Kunden wichtig sind und welche Affiliates sich evt. darauf spezialisiert haben, möglichst weit hinten in der Conversionkette zu stehen. Als Merchant kann man dann verschiedene Maßnahmen überdenken und deren Auswirkungen simulieren. Ein „Warenkorb Freeze“ wäre zum Beispiel eine Möglichkeit.

assists in der merchantansicht

Als Merchant können wir schauen, welche Business Models anderen die Conversions überschreiben

Ein kleiner Nachteil liegt natürlich darin, dass wir „nur“ Sales sehen, die am Ende auch von Affilinet getrackt werden. Sollten wir ein Webanalyse Tool wie Analytics einsetzen, können wir dafür unsere Trackinglinks so modifizieren, dass wir auch dort eine Auswertung auf Partnerebene machen können.

Affiliatetheme.io – Was es wirklich taugt

In den letzten Tagen sind relativ viele Artikel über das neue Affiliate Theme aus dem Hause endcore geschrieben worden und alle waren voll des Lobes. Nun, es ist kein schlechtes Theme, aber bei all den ganzen Produkt Features die das Theme mit sich bringt, gibt es einige Dinge die man zu dem Theme sagen sollte, damit User nicht die Katze im Sack kaufen.

Vorsicht bei gekauften Themes

Gekaufte Themes machen Sinn und ich setze zu 90% erworbene Themes ein. Oft bieten diese Themes Funktionen die man bei kostenlosen Themes nicht hat. Im Falle vom Affiliates Theme sind es eigens erstellte Beitragstypen wie Produkte oder Archive wie Shops oder Taxonomien mit denen man viel testen und spielen kann. Auch die Schnittstellen zu Netzwerken findet man kaum in anderen Themes wieder. Man merkt, das Theme ist gut durchdacht und auf bestimmte Bedürfnisse ausgerichtet.

Genau hier sehe ich auch eine Gefahr. Man begibt sich damit in eine Abhängigkeit. Wenn die Jungs nach zwei Jahren keine Lust mehr haben an dem Theme weiterzuschrauben, dann bleibt es in seiner Entwicklung stehen, wichtige Updates oder das Schließen von Sicherheitslücken kann dann aus bleiben. Der Wechsel zu einem anderen Theme ist durch die vielen individuellen Einstellungen sehr schwer und mit viel Arbeit verbunden. Ich will den Jungs von endcore nichts unterstellen, sie machen einen guten Job, aber man weiß nie wie es in Zukunft kommt und sollte immer einen Worst Case im Hinterkopf haben, wenn man sich mit einem Theme einlässt das so spezielle Funktionen hat, die mit einem anderem Theme nicht darstellbar sind. Dieses Szenario trifft übrigens auf alle gekauften WordPress Themes zu die viele individuelle Funktionen anbieten, nicht nur auf das Affiliate Theme von endcore.

Ich selbst habe das Affiliate Theme auf ca. 20 Seiten im Einsatz, bereits schon die V1, die als eine Art closed Beta lief. Durch Zufall bin ich mit André von endcore in Kontakt gekommen, denn eigentlich sollte er mir ein altes Theme mobilfähig machen, denn dort ist genau das eingetroffen, was ich oben beschrieben hatte, der Support für das Theme wurde eingestellt. Statt das alte Theme irgendwie auf Mobil zu trimmen hat er mir das damals noch unter dem Ladentisch angebotene Affiliate Theme in einem Skype Call vorgestellt. Ich war schon beeindruckt von den Möglichkeiten, aber ich habe bereits dort einige Probleme gesehen, denn ich wollte ja bestehende Seiten umziehen. Für manche Projekte hat sich das neue Theme perfekt geeignet, da ich dort eh mehr in die Richtung Shop gehen wollte, bei anderen Projekten, die eher seitenlastig waren und viele Informationen neben den Verkaufsseiten hatten schien es mir nicht so passend.

Daher sollte eure erste Überlegung sein, bevor Ihr euch für das Theme entscheidet, ob ihr wirklich in die Richtung „Fake Shop“ gehen wollt, bzw. wenn Ihr eher auf Informationsseiten setzen wollt, statt auf Produktdetails Seiten, ob Ihr dabei Produkte einblenden möchtet.

Wie bereits angedeutet, das Affiliate Theme ist auf dem neusten Stand der Technik, es ist schnell, sauber programmiert, responsiv, funktioniert mit den gern genutzten Plugins Yoast SEO und WP Rocket und ist vom Ansatz her sehr gut durchdacht. Um ein Fazit schon mal vorwegzunehmen, wenn Ihr diese Art von Affiliate Seite anstrebt, gibt es kein besseres Theme auf dem Markt.

Was kann das Affiliate Theme?

Ich denke es ist wichtig, den Aufbau eines Themes zu verstehen, damit man abschätzen kann, ob dieses für einen geeignet ist. Was das Theme besonders macht, sind die neuen Beitragstypen, die ich näher erläutern möchte.

Natürlich gibt es weiterhin Seiten, Beiträge, Kategorien und Schlagworte. Diese können wir ganz normal nutzen, wie wir es bei jedem anderen WordPress Theme auch haben.

Produktseiten

Neu bei dem Theme sind Produkte. Wir können bei dem Theme Produkte anlegen, entweder über eine Schnittstelle oder per Hand. Wir können dort Fotos hinterlegen, einen Preis, eine URL, einen Testbericht, eine Beschreibung und was noch sehr nett ist, über das bereits integrierte Advanced Custom Fields Produktmerkmale. Diese werden dann neben dem Bild und Kaufbutton als kleine Liste angezeigt. Wenn wir Yoast SEO nutzen, können wir sogar diese AFC mit Shortcodes im Title oder die Description verwenden. Vom Status her sind die Produkte ähnlich wie Beiträge.

Man kann für die Produktseiten ebenfalls Kategorien anlegen, die sich Taxonomien nennen. Der Unterschied zwischen den Beiträgen und Produkten ist nicht nur die speziell aufgebaute Produktdetailseite, sondern man kann Produkte an vielen Stellen des Theme anhand von Shortcodes ausgeben. Als Liste, Grid, mit oder ohne Kaufbutton, mit Link zur Detailseite, oder man kann die kompletten Produktdetailseiten ausschalten und die Produkte nur dafür nutzen um Beiträge oder Seiten damit anzureichern. Die Ausgabe kann von euch gesteuert werden, dazu eignen sich wieder die Taxonomien, nach denen man sortieren kann. Zudem kann man weitere Dinge pro Produkt festlegen wie Streichpreise, Bewertungen und Zubehör oder ähnliche Artikel.

affiliate-theme-produktseite

Taxonomien

Wie gesagt, Taxonomien sind die Kategorien für Produkte. Man kann eine gewisse Anzahl an Taxonomien anlegen und die Produkte dort einsortieren, wie bei Kategorien kann ein Produkt in verschiedenen Taxonomien sein. Welche Taxonomie man wählt, wie man Sie benennt bleibt jedem selbst überlassen. Lediglich WordPress hat ein paar Slugs für sich reserviert, die man nicht nutzen sollte. Jede Taxonomie erhält einen Slug und eine entsprechende Archivseite. Diese kann man wie bei Kategorien mit einer Beschreibung versehen. Die Taxonomien richten sich nicht nur an SEO Interessen, sondern sollen auch dem Kunden helfen, verschiedene Kriterien zur Auswahl zu haben. Was wären somit mögliche Taxonomien?

  • Marke der Produkte (Apple, Ikea, VW)
  • Farbe (schwarz, weiß, blau)
  • Größe (50 cm, über 2m)
  • Bedürfnistyp (Tierhalter, Leistungssportler)
  • Technische Einteilungen (mit Akku, ab 30 Watt)
  • Preisliche Einteilung (bis 100€, ab 200€)
  • Anwender Level (Anfänger, Profi, Fortgeschrittene)

Bei den Taxonomien bietet es sich an eine Einteilung nach Kaufkriterien zu treffen. Was wären bestimmte Kriterien die den Produkten entsprechen? Je umfangreicher das Sortiment ist, welches Ihr anbietet, umso schwerer wird es, geeignete Taxonomien zu finden. Dort wo die ACF ausgegeben werden, erscheinen auch die Taxonomien, die sogar auf die Archivseite verlinkt sein können.

affiliate-theme-taxonomien

Shops

Es besteht die Möglichkeit bei jedem Produkt eine Art Preisvergleich zu erstellen. Dazu werden die Shops genutzt. Hier kann man die Logos der Shops und eine Beschreibung anlegen. Diese kann man dann bei der Produktdetailseite für einen Preisvergleich nutzen. Leider werden für die Shops Archivseiten erstellt, was ich in einigen Fällen nicht so gut finde, diese Option lässt sich jedoch ausstellen.

Weitere Möglichkeiten

Damit der Bericht kein Roman wird und sich so gut wie alle Einzelheiten auch auf der Verkaufsseite von den endcore Jungs befinden, weitere Features mal im Schnelldurchlauf:

Design

Die Seite lässt sich dank Color Picker und vielen Einstellungsmöglichkeiten farblich ganz nach Belieben anpassen ohne auch nur eine Zeile CSS zu schreiben

Layout

Die Seite verwendet ein 12 Grid Layout. Die Verschiedenen Elemente lassen sich daran ganz einfach anpassen. Mit oder ohne Sidebar, wie breit soll die Sidebar sein, soll die Navigation sticky sein, mit oder ohne Slider, wollen wir Breadcrumbs usw. Die Layout Optionen sind wirklich sehr vielseitig.

Schnittstellen

Die Schnittstellen sind optional und kommen als extra Plugins daher. Wer diese nicht nutzen will brauch Sie nicht, wer Sie nutzen möchte wird sich wundern wie einfach es geht. Aktuell gibt es Schnittstellen zu Amazon, Affilinet, Zanox und belboon. Weitere Schnittstellen werden mit der Zeit sicherlich kommen.

Shortcodes

Es gibt noch eine ganze Menge Shortcodes, viel genutzt habe ich den Button und die Auflistung von Produkten. Viel ausprobiert habe ich zudem den Responsiv Content. Hier kann man anhand der Bildschirmgröße unterschiedlichen Inhalt der Seite anzeigen oder ausblenden lassen. Sehr interessante Funktion, wenn Ihr kurz darüber nachdenkt, fallen euch sicherlich gute Anwendungen ein.

Social Buttons

Bereits im Theme sind die verschiedensten Social Buttons verbaut, die man mit wenigen Klicks anpassen, ein neues Wording verpassen und groß und klein stellen kann. Zudem kann man entscheiden, bei welchen Artikeltypen und Archiven die Buttons erscheinen.

Wie arbeitet man am besten mit dem Theme

Zu Beginn habe ich von der Gefahr gesprochen, sich zu stark an ein Theme zu binden, indem es zu viele Individualisierungen hat. Bei dem Affiliate Theme ist diese Gefahr durchaus gegeben. Weiterhin, und trotz der vielen Möglichkeiten, ist die zweite Gefahr, sich zu sehr auf diese Möglichkeiten zu verlassen. Am Fließband kann man nun die Vergleichs- und Testseiten bauen, die nach einem Shop aussehen. Hat man früher sich jede Funktion die man seinem Theme durch Plugins hinzugefügt hat gut durchdacht und dreimal geprüft ob es aus Usersicht Sinn macht, sitzt man nun wie die Made im Speck und kann auf unzählige Funktionen zurückgreifen. Daher denkt gut nach, wann Ihr welche Funktion einsetzt und wo Ihr Sie platziert. Ob die Filterfunktion in der Sidebar Sinn macht oder durch zu viele Parameter keine sinnvollen Ergebnisse erzielt werden. Soll man wirklich Zubehör anzeigen, wenn die Kunden keinen Warenkorb haben, wo solch eine Upsell-Funktion sinnvoll ist?

Bevor Ihr Seiten mit dem Theme baut empfehle ich euch ein grobes Raster zu machen, wie Ihr das Theme nutzen wollt. Was sind Themen die Ihr ansprechen möchtet?

Schaut euch die Produkte an und überlegt, welche Kriterien Ihr als Taxonomie anlegen möchtet und welche als ACF. Braucht Ihr die Produktdetailseiten oder wollt Ihr die Produkte eher wie Werbung in die Seite einbinden? Welche Elemente kommen auf die Startseite? Braucht Ihr die Bewertungen? Wollt Ihr Preise anzeigen oder nicht? Sicherlich kann man manche Einstellungen immer wieder an- und abstellen doch bei manchen Einstellungen muss man sich zu Beginn der Arbeit festlegen, eine Umstellung ist meist mit jeder Menge Arbeit verbunden.

Ich empfehle euch zu Beginn kein richtiges Projekt mit dem Theme zu gestalten, nehmt eine Sub Domain oder eine Entwicklerumgebung und testet das Theme aus. Mit der Zeit werdet Ihr die Zusammenhänge der einzelnen Funktionen verstehen und warum es manchmal besser ist bestimmte Dinge anders zu machen, als es auf den ersten Blick als richtig erscheint. Versucht auch nicht euch zu sehr von den Möglichkeiten des Theme verleiten zu lassen und nutzt nicht immer alle Einstellungen, sondern nur die Funktionen, die euch weiterhelfen eine gute Seite für Besucher zu bauen.

Wenn Ihr das berücksichtigt, werdet Ihr mit der Zeit auf viele kreative Ideen kommen, wie man das Theme einsetzen kann und wie es euch helfen kann gute Webseiten zu bauen.

Weiterführende Links zum Affiliate Theme

Affiliate Theme Demos (Live Demos und chte Kundenprojekte)*

Affiliate Theme Dokumentation (inkl. Videotutorials vom Backend)*

Affiliate Theme Lizenzen (Single, Multi, Unlimeted)*

Andere Ideen für Webseiten finden

Sören hat mit einer Spendenaktion begonnen, bei der er ein Affiliate Projekt aufbaut, sobald die Spendensumme einen gewissen Stand erreicht, wird der nächste Artikel geschrieben. Innerhalb dessen hat er vorgestellt, wie man Ideen für Webseiten findet, statt diese zu suchen. Ich denke, er hat damit eine sehr gute Variante gezeigt, wie man auf neue Ideen kommen kann.

Am Ende hat man eine Idee für ein schönes Nischenprojekt. Ich gehe jedoch zwei andere Wege, die ich euch zeigen möchte.

Herstellerseite

Mit manchen Projekten begebe ich mich in die Hand eines Herstellers. Ich baue also keine Seiten zu einem bestimmten Produkt, sondern zeige alle Produkte (oder eine Auswahl) von nur einem Hersteller. Bei der Auswahl der Hersteller lege ich folgende Kriterien fest, die ich einfach mal aufliste, ohne das die Platzierung in der Liste die Priorität der Punkte widerspiegelt.

  • Hochpreisige Produkte
  • Wenige Shops, die diese Produkte verkaufen
  • Kaum wechselndes Sortiment
  • Produktseiten des Herstellers in den Shops sollten wenige Informationen enthalten (am besten nur Bullet Points)
  • Hersteller sollte führend in seinem Segment sein

Nun baue ich zu dem Hersteller eine Kaufberatungsseite auf, ich sortiere die Produkte nicht nur nach den Produktlinien, sondern zusätzlich nach Bedarfsgruppen. Besonderen Augenmerk lege ich dabei auf die Produktdetailseiten und versuche diese mit Fließtext besser und Kundenorientierter zu schreiben, als in den Shops. Als Domain nehme ich eine Keyword Domain die zu den Produkten passt oder ein Fantasienamen. Natürlich nicht die Marke des Herstellers.

Themenseite

Sören hatte ja in seinem Beitrag den Luftentfeuchter und den Ventilator als potentielle Themen gezeigt. Statt wie er ein „entweder oder“ nehme ich beides und versuche es mit weiteren Produkten zu ergänzen, die thematisch passen. Als Domain könnte man die Domain „Raumklima“ nehmen, dort ist noch die .info frei, ob es eine Marke ist habe ich nicht geprüft, würde ich aber vorher noch machen. Nun kann ich alle Produkte dort aufnehmen, die zu dem Thema Raumklima passen, Ventilatoren (Tisch/Stand/USB), Luftentfeuchter, Klimaanlagen, Luftbefeuchter, Heizgeräte usw. Ich baue für jeden Produkttyp eine Kategorie und sortiere dort Produkte ein, zudem kann man nun Seiten für den Bedarf bauen, dazu ist eine kleine Recherche nötig, die aber recht fix geht. Welche Probleme haben Menschen mit dem Raumklima? Zu heiß, zu kalt, zu feucht, zu trocken fallen mir schon ohne Recherche ein. Dazu bauen wir dann entsprechende Unterseiten, wo wir das Problem beschreiben, verschiedene Lösungen vorstellen und welche Produkte sich als Lösung eignen. Die Produkte stelle ich dann durchaus differenziert da. Unter welchen Voraussetzungen eignet sich welches Produkt. Jemand in einem Großraumbüro braucht man keine Klimaanlage verkaufen, sondern eher den USB Ventilator um mal ein einfaches Beispiel zu nennen.

Warum mache ich das so? Als User habe ich kein Interesse an den „Keyword“-Vergleich Seiten, die mir die Amazon Top Ten anbieten, ohne dabei auf die Unterschiede der Produkte einzugehen. Ich sehe solche Seiten als überflüssig an und ich denke google wird es mit der Zeit ebenso sehen. Daher versuche ich etwas andere Wege zu gehen und mich entweder auf einen Hersteller zu konzentrieren oder ein ganzes Thema zu bearbeiten, als nur eine Nische davon.

Affiliate Seiten für Mobile optimieren

Sicherlich haben einige von euch von google die Nachricht erhalten, dass manche Projekte aus dem Portfolio noch nicht Mobil optimiert sind. Ein paar meiner Projekte liefen noch auf einem älteren Theme, welches keine Responsiv Funktion hatte und entsprechend von google angemahnt wurden. Ich habe verschiedene Plugins getestet, die angeblich eine gute mobile Variante für nicht optimierte Themes erstellen, doch keines dieser Plugins hat meinen Ansprüchen genügt. Als habe ich mich entschlossen, diesen Projekten ein neues Theme zu verpassen. Entschieden habe ich mich für das Affiliate Theme von endcore, welches ich euch in einem späteren Artikel genauer vorstellen werden.

Theme umstellen, Shortcodes anpassen

Die Umstellung auf ein neues Theme zieht immer Arbeit mit sich nach, dennoch ging es recht gut von der Hand und ich konnte die Projekte schnell umstellen.

Ein Problem bekomme ich jedoch mit dem Seitenaufbau meiner Projekte. Viele Projekte die zu bestimmten Produktgruppen aufgebaut sind haben zwei zentrale Navigationen.

In der Head Navigation befinden sich meist die Marken der Produktgruppe, als Unterpunkt der Marken die entsprechenden Produkt Modelle.

In der Sidebar biete ich eine Navigation mit weiterführenden Informationen. Seien es FAQs, Vergleiche, Produktvorstellungen usw.

Versteckte Navigationen

Besucht nun jemand meine Seite mit dem Responsive Design ist weder die eine, noch die andere Navigation sichtbar.

Die Header Navigation versteckt sich hinter einem kleinen Symbol, klickt man dort drauf kann man die Seiten und Unterpunkte durch scrollen und wenn man die Seite gefunden hat zu der man möchte, klickt man einfach drauf. Wenn ich in der Header Navigation 7 Marken mit je 10 Produkten habe, sind das 70 Punkte in der mobilen Scroll Navigation. Von Usability-Sicht her nicht so gut. Und sind wir ehrlich, wer klickt wirklich auf die Menüs um dann mehrere Seiten durchzuscrollen?

Das Sidebar Menü erscheint bei der Responsiv Version mit kleiner Bildschirmbreite erst nach dem eigentlichen Content. Bei meinen Startseiten beträgt dieser zwischen 1500 und 3000 Wörter mit Bildern und Grafiken. Hier stellt sich die Frage wer überhaupt so lange liest um dann zu den Informationsseiten zu kommen?

Nun kommt das Affiliate Theme zum Einsatz. Ich kann verschiedene Text Passagen über Shortcodes nur bei bestimmten Bildschirmgrößen anzeigen lassen. Also erstelle ich einen Text für meine Startseite, den nur Smartphone User und Tabletnutzer sehen. In diesem Text verlinke ich die Top Produkte der einzelnen Marken und die wichtigsten Informationsseiten. Ich leite damit die Mobile Nutzer schneller an Ihr Ziel, ohne dass diese auf die Navigation angewiesen sind. Sollte euer Theme keine solchen Shortcodes haben, solltest Ihr dennoch mal testen ob diese Art der Top Seiten oben auf der Startseite für euren Besucher einen Mehrwert haben. Man verringert nicht nur die Bounce Rate, sondern setzt auf die wichtigsten Seiten gleich schöne Startseiten Deeplinks mit harten Ankertexten.

Retargeting Codes von Merchants einbauen?

In letzter Zeit hört man öfter von dubiosen Angeboten. Ein Shop oder Service Anbieter möchte einen Code Schnipsel auf einen Blog oder Affiliate Seite einbinden. Man erhält dafür Geld (einmalig oder monatlich) der Code ist für die Besucher der Seite nicht zu sehen. Klingt nach einem coolen Angebot. Man hat 5 Minuten Arbeit und die Kasse klingelt.

5 Minuten Arbeit und die Kasse klingelt? Jetzt sollten auch die Warnglocken klingeln, denn bei wenig Arbeit und viel Geld sollte jeder stutzig werden. Die Frage ist: Warum zahlen Firmen Geld um ein Code auf eine Seite zu platzieren? Ganz einfach, die Besucher der Seite werden markiert und kategorisiert.

Als Gegenwert für die 50€ werden alle eure Besucher durch den Code markiert. Habt Ihr eine Seite zum Thema Wein wissen die Anbieter nun, dass sich diese Person anscheinend für Wein interessiert. Ob er diesen selber trinkt oder verschenken möchte ist erst mal egal, er war auf einer Weinseite und bekommt das Label Wein. Wenn Ihr nun den Code eines Weinshops in euren Weinblog eingebaut habt, dann kann dieser nun gemütlich zielgerichtet Werbung an diese Person ausspielen, Streuverluste werden dadurch minimiert.

Habt Ihr den Code eines Service-Anbieters drin, kann er die Werbung eines Kunden ausspielen. Dank Codes auf vielen verschiedenen Seiten zu unterschiedlichen Themen können die Anbieter ganze Muster erstellen und Wahrscheinlichkeiten berechnen, bzw. sogenannte statistische Zwillinge erstellen. Man geht also davon aus, das Menshcen mit ähnlichen Interessen auch ähnliche Produkte kaufen werden. Im Marketing Slang wird den Shopbesitzern das so verkauft, das man Retargeting machen kann, ohne das die Kunden bisher auf dem Shop waren.

Ist diese Art der Werbung legal? Sollte man sich darauf einlassen? Das muss jeder selbst entscheiden, zumindest das Thema Datenschutz sollte man vorher noch mal überdenken.

Ist diese Art der Werbung neu? Nein, wie ich bereits 2011 berichtete…

In der Tat hatte ich 2011 schon mal diese Idee angerissen, seitdem ist natürlich viel passiert und die Unternehmen können viel besser mit dem Thema Big Data umgehen. Ein weiteres Buzzword in dem Zusammenhang ist sicherlich Realtime Bidding.

Wie so ein Profil aussehen kann welches Firmen ohne unser Wissen anlegen kann man sich mal beim Branchenprimus anschauen https://www.google.com/ads/preferences/ Teilweise ganz schön erschreckend, immerhin bei vielen anderen Anbietern anonymer gestaltet.

Jeder der ein Angebot einer Firma erhält einen Retargeting Code in seine Seite einzubauen sollte es sich meiner Meinung nach gut überlegen. Vor allem sollte er, wenn er schon seine Besucher verkauft es nicht zu günstig machen 😉

Deeplinks der Netzwerke selber machen

Jeder kennt sicher das Problem. Man möchte auf eine Seite eines Merchant verlinken und dann gibt es diese Seite nicht als Tracking URL. Weder bei den Bannern, Textlinks noch in der CSV ist diese Seite zu finden. Ich habe es oft bei Kategorie Seiten festgestellt, wenn man dann noch Filter in der Kategorie einbauen will, weil man zum Beispiel nur die Produkte für Männer oder nur schwarze Produkte anzeigen lassen möchte kommt man nicht weiter und muss sich selbst behelfen.

Deeplinks bei den Netzwerken selber erzeugen

Für das Problem gibt es eine recht einfache Lösung. Man kann bei vielen Netzwerken eigene Deeplinks erzeugen.
Man nimmt dafür einfach einen beliebigen Trackinglink (Ich habe meistens das Logo oder den Startseiten Deeplink genommen da diese sich selten ändern oder gelöscht werden) und verbindet je nach Netzwerk diesen Trackinglink mit der URL auf die man verlinken möchte. Klickt nun jemand auf den Link läuft der Klick über den Tracking Server des Netzwerks, unser Cookie wird gesetzt, statt auf die vom Merchant hinterlegte URL wird der Link aufgerufen, den wir definiert haben.

So sehen die Deeplinks der Netzwerke aus

Hier mal als Beispiel die Möglichkeiten bei den großen Netzwerken eigene Deeplinks zu erzeugen.
Affilinet
http://trackingurl.de&diurl=http://unsereURL.de
Webgains
http://trackingurl.de&wgtarget=http://unsereURL.de
Zanox
http://trackingurl.de&ULP=http://unsereURL.de
belboon
http://trackingurl.de&deeplink=http://unsereURL.de
CJ
http://trackingurl.de&url=http://unsereURL.de
Superclix
http://trackingurl.de&page=http://unsereURL.de

Macht es Sinn eigene Deeplinks zu erzeugen?

Sicherlich ist man mit diesem Verfahren relativ fix und unabhängig, ich rate dennoch dringend davon ab. Wer eigene Deeplinks baut kann Gefahr laufen das Tracking zu unterwandern und für seine Verkäufe oder Leads keine Provisionen zu erhalten. Oft nutzen gerade große Shops Parameter die Cookieweichen oder ein internes Tracking ansprechen. Fehlen diese beim Klick, kann es sein, dass der Code vom Affiliate Netzwerk nicht auf der Bestellbestätigungsseite eingeblendet wird. Die Bestellung wird dann nicht an das Netzwerk reportet und die Provision wird nicht ausgeschüttet. Da man die Bestellung nicht sieht, fällt es einem oftmals gar nicht auf, dass das Tracking nicht funktioniert.

Wie kann man dann eigene Deeplinks erstellen?

Viele Netzwerke und Partnerprogramme stellen einen eigenen Deeplink Generator zur Verfügung, hier sind globale Tracking Parameter hinterlegt, die unserem Deeplink angehängt werden, damit das Tracking funktioniert. Hier sollte man vorher testen, ob die Zielseite unseren Wünschen entspricht. Ich hatte es bei einem Merchant, dass der globale Trackingparameter nicht dynamsich hinterlegt war und bei einer Deeplink URL mit Filtern Probleme auftraten. Wer sich nicht sicher ist, kann mit dem Merchant einen Testsale vereinbaren.
Ein anderer Weg ist sich mit dem Merchant in Verbindung zu setzen und zu fragen, ob er den gewünschten Deeplink für einen anlegen kann. Das funktioniert leider nicht immer, bzw. ist manche Antwortzeit recht lange, was dann frustriert. Vor allem wenn man mehrere URLs hat, auf die man linken möchte streiken die Mitarbeiter beim Merchant.
Letzte Möglichkeit wäre es die Tracking Parameter beim Merchant anzufragen und diese manuell einzufügen. Bei UTM Parametern geht es noch, wenn diese komplexer sind eher die Finger von dieser Möglichkeit lassen.
Erstellt eure eigenen Deeplinks daher immer mit Vorsicht und testet das Tracking bevor es zu Verlusten kommt.

Strategie zum Aufsetzen von Affiliate Seiten mit Mehrwert

Bei dem Aufsetzen neuer Projekte hat jeder seine Strategie: Domain sichern, WordPress rauf, Theme installieren, die 5-10 Standard Plugins, Text bei Textbroker bestellen, Bilder gekauft, und dann wird das Ganze aufgesetzt. Wer einen Tag plant, die Dinge anschiebt, kann mit ein bisschen Investment die Grundstruktur eines neuen Projekts fertig haben.
Nun kommt der Teil wo man Links aufbaut. Ein paar Kommentare, Artikelverzeichnisse (aber nur die guten) Expired Domains, Forenlinks etc. Manch einer hat einen genauen Plan wie und in welcher Anzahl er die Links aufbaut, sein „Geheimrezept“.
Diese Prozesse funktionieren, die Frage ist wie lange und wie gut? Was mir bei Projekten aufgefallen ist, wenn man weiß man bekommt Links, weil man diese selber setzt, wird man nachlässig. Daher habe ich versucht meine neuen Projekte ganz ohne eigene Links zu konzipieren und zu überlegen, wo würden andere Leute Links setzen, was ist guter Content, der auch auf einer Affiliate Seite zu finden sein darf. Das Ergebnis war schon recht verblüffend.

Weniger Seiten die dem Verkauf dienen

Ich habe die Anzahl der Seiten auf denen nicht verkauft wird stark angehoben. Geschätzt von einem Verhältnis 90 zu 10 auf ein Verhältnis 60 zu 40. Ich biete mehr Informationen, Tabellen und Vergleiche. Aus informativen Seiten verlinke ich nicht direkt über Affiliate Links in die Shops, sondern auf meine Unterseiten zu dem Produkt.

Wissende Besucher weiterleiten, statt schnell weiterleiten

Ich habe das Seiten-Layout der Beiträge anders strukturiert, war ich vorher auf einen schnellen Klick Out aus, so versuche ich jetzt den Leser eher zu greifen und ihm schnell den Mehrwert meines Content mitzuteilen. Macht meiner Meinung nach Sinn, denn wenn der User alles zu dem Produkt wüsste, braucht er nicht zu meiner Seite gehen, sondern geht gleich zu Amazon. Ich füttere Ihn also mit wichtigen Informationen und lasse Ihn erst dann weiter. Mag sein das die CTR sinkt, die CVR steigt jedoch.

Startseite ist der Pförtner

Die Startseite hat mehr Deeplinks zu einzelnen Bereichen meiner Seite. Ich versuche nicht hier schon das Herzstück der Seite wie eine Vergleichstabelle zu zeigen, sondern eher jeden Leser in die richtige Richtung zu leiten. Nach dem Bedürfnis was er sucht, relevante Produkteigenschaften und nach dem Kenntnisstand den der Besucher hat.

Mehr Vergleiche

Aus eigener Erfahrung als User gibt es nicht schlimmeres als Amazon Partnerseiten mit Testberichten. Das Ranking der Test spiegelt oft einfach nur die Beliebtheit auf Amazon wieder. Bei komplexen Produkten wie Kaffee Vollautomaten gibt es ein Testranking. Wenn es hoch kommt wird dieses noch mal nach Preisklassen gesplittet. Dann kann ich mir noch verschiedene Vollautomaten nach Marke anzeigen lassen. Ob sich ein Produkt für mich eignet kann ich dort kaum erfahren. Ich müsste mir alle Testberichte durchlesen. Daher habe ich mehr Vergleiche erstellt, die wenige Produkte für bestimmte Bedürfnisse oder Produkteigenschaften zeigen. Welcher Kaffeevollautomat ist gut für Büros (Pflegeleicht und dauereinsatzfähig)? Welchen kann man auf eine Zeit programmieren? Welcher kann verschiedene Kaffeearten zubereiten? Welcher hat ein Fach für Espresso- und Kaffeebohnen? Das sind alles Bedürfnisse oder Produkteigenschaften, die man in seine Auswahl als User mit einbezieht.

Was ist den Kunden wichtig beim Kauf

Ich habe mich neulich mit jemanden aus einem stationären Kofferladen unterhalten. Er hat mir gesagt, was die von Kunden am häufigsten gestellte Frage bei Koffern ist: „Gepäck für wie viel Tage passt in diesen Koffer?“ Klar, ich weiß ich Fahre zwei Wochen weg. Der Koffer hat ein Volumen von 70 Litern. Sagt mir als Kunden der den zweiten Koffer in seinem Leben kauft erst mal nicht so viel. Wenn ich auf eine Affiliate Seite oder sogar einen Shop gehe gibt es diesen Filter nicht. Ich kann nach Marken oder Koffertypen sortieren. Nicht nach der Anzahl der Tage. Diese Information fehlt auf nahezu allen Produktdetailseiten. Die Kunden suchen auch nicht danach aktiv bei google, weil Sie diese Filter von Shops nicht gewohnt sind. Daher muss ich mich von der reinen Betrachtung von Keywordsuchvolumen lösen.

Wie kommt man an Bedarfsgruppen und relevante Produkteigenschaften?

Hier gibt es verschiedene Ansätze, alle Kosten jedoch etwas Zeit

  • Lest euch Amazon Reviews durch. Hier teilen die Kunden gerne Informationen mit euch. „Ich habe das Produkt gekauft um damit…“. „Leider musste ich feststellen, dass das Produkt … nicht kann“. „Wichtig war mir, dass das Produkt … hat“ usw. Ist diese Aussage ein Einzelfall oder denken viele so? Man merkt es wie oft Arguemente in verschiedenen Reviews genannt wurden und wie viele andere User die Argumente hilfreich fanden.
  • Geht in den stationären Handel und lasst euch beraten. Fragt dort auch was Unterschiede sind. Am besten ist es, wenn man sich für ein teures und günstiges Produkt interessiert. Oft nennen Verkäufer dann die Unterschiede und versucht euch zum Kauf des teureren Produkts zu bewegen. Fragt auch was andere Kunden wissen möchten und was oft gestellte Fragen sind.
  • Geht auf Messen, redet dort mit den entsprechenden Personal und fragt nach Produkteigenschaften.
  • Lest euch Testberichte durch, hier sind vor allem die Testberichte zu empfehlen von Personen, die das Produkt wirklich getestet haben. Hier erhaltet Ihr wichtige Informationen zu Anwendungsbeispielen

Es geht ja nicht darum tolle neue Informationen zu liefern, diese gibt es bereits, es geht darum diese Sinnvoll in eine Kaufentscheidung zu verpacken.
Dabei können unterschiedliche Naviagtions- und Einstiegspunkte für eure Seiten entstehen, die man auf der Startseite gut darstellen kann. Hat man bisher eine Hauptnavigation die sich auf Marken fokussiert, erhält man weitere Naviagtionen nach Produkteigenschaften und Bedarfsgruppen. Produkteigenschaften und Bedarfsgruppen können unterschiedliche Produkte enthalten in die Ihr die verschiedenen Kategorien einsortieren könnt.
Bedarfsgruppen können sein: Kaffeevollautomaten für Singles, für Büros, für kleine Küchen…
Produkteigenschaften: Kaffeevollautomaten mit Milchschäumer, mit Espressobohnen Behälter, Energiesparsam…

Gerade für Amazon Affiliates ist das Lesen der Reviews bei Amazon von Vorteil. Ihr liefert auf eurer Seite ein Argument, welches Ihr über die Reviews gefunden habt, für ein Produkt und empfehlt es daher euren Usern. Der User geht über eure Seite auf Amazon und liest dort selbst die Reviews. Er findet genau dieses Argument, welches damit eure Aussage bestätigt. Wenn man ein Argument an verschiedenen Stellen im Netz liest steigt damit das Vertrauen in dieses Argument. Das Review bestätigt somit eure Aussage und erhöht das Vetrauen der von euch ausgesprochenen Kaufempfehlung.

Fazit

Ich neige bei vielen Projekten zu stark an den Verkauf von Produkten zu denken, meine Seiten haben dadurch weniger Mehrwert und ich verlasse mich bei der Struktur zu stark auf die gewohnten Muster von Shops oder anderen Affiliate Seiten. Wenn man sich selber unter Druck setzt und auf eigene Links verzichtet bekommt man ganz neue Ideen, wie man eine solche Seite strukturieren kann um mögliche Linksziele für den organischen Linkaufbau zu erzeugen. Man teilt die Seite besser auf in Information und Verkauf. Man beginnt mehr darauf zu achten, was die eigentlichen Bedürfnisse der Kunden sind und kann dadurch auf seiner Seite schneller die Informationen zu einem Kaufentscheid zu liefern, da man Kunden gezielt in Kategorien lenkt, in denen Sie nur noch eine kleine, aber spezifische Auswahl an Produkten haben.

Affiliate Seiten nach Produktkriterien erstellen

Immer wieder begegne ich Leuten, die Tipps zum Thema Affiliate Seiten haben möchten. Dabei kann ich oft keine gezielten Tipps geben. Wenn ich meine eigenen Projekte anschaue ergibt sich jedoch eine Strategie, die bei mir einigermaßen gut funktioniert. Diese möchte ich in kurzen Sätzen mal zusammenfassen.

Sicherlich kennt Ihr das, wenn man sich über Produkte informieren möchte, zu denen man vorab gar keinen Bezug hat. Man beginnt im Internet zu forsten, trifft dort die „Amazon Test Affiliates“, die Forenbeiträge von 2009 und vereinzelt große und kleine Shops. Man kommt jedoch nicht schnell voran, weil man alles durchlesen und selber filtern muss. Mit der Zeit erhält man ein ungefähres Gefühl für die Produktkategorie. Man versteht durch Erfahrungsberichte oder Produktreviews nach welchen Merkmalen Produkte eingeteilt werden können, welche Bedarfsgruppen es gibt, in welche Bedarfsgruppe man selbst gehört und was das wichtige an den Produkten ist. Klassische Filter wie Preis, Beliebtheit, Farbe oder Sortieren von A – Z funktionieren in dem Falle nicht. Es gibt jedoch keine Seiten, die die Schablone der Bedarfsgruppen oder Funktionsweisen zu Grunde legen.

Der Preis eines Produktes interessiert mich erst dann, wenn ich weiß ob das Produkt zu mir passt. Gleiches gilt für Farbe oder Beliebtheit. Ich möchte schnell wissen, welche Produkte passen auf meinen spezifischen Fall, was sind deren Vor- und Nachteile und kann mich dann aus einer kleinen Zahl an Produkten die alle mein spezielles Bedürfnis erfüllen entscheiden. Dabei sollte man wissen, genau das Bedürfnis was man selber hat, haben viele andere auch.

Sobald ich mich in neue Produktwelten einlese beginne ich diese nach möglichen Auswahlkriterien zu sortieren, so kann ich Produkte die bestimmte Must Have Kriterien nicht erfüllen sofort aussortieren um eine immer engere Auswahl zu erhalten. Teilweise stoße ich auf neue Eigenschaften, die meine bisherige Auswahl durcheinander bringen, weil ich gar nicht wusste das es diese Eigenschaften gibt.

Genau diese Denkweise hilft einem bei der Erstellung von guten Affiliate Webseiten. Es geht also nicht darum einen Pseudo Test aufzubauen, sondern bereits etablierte Kriterien als Kategorien oder Tags aufzubauen und dem User so schnell zu einer kleinen Anzahl an Produkten zu führen, die für Ihn relevant sind. Wir wollen nicht den Testsieger küren, der bei 50% der Leser meist gar nicht das Bedürfnis erfüllt, sondern wir möchten für die verschiedenen Bedürfnistypen die beste Produktauswahl finden.

Als Beispiel: Ich habe neulich nach einer Digital Kamera gesucht. Die Aufteilung in den meisten Shops waren HD Cam, Action Cam, neuste Angebote. Sortierbar nach Marke, Preis, Mega Pixeln usw. Ich weiß was ich mit der Kamera machen möchte, aber ich habe keine Ahnung wie viele Mega Pixel ich brauche oder welche Features für mich von Bedeutung ist.

Die Testbericht Seiten haben Kameras getestet. Dort gibt es einen Testsieger. Was sagt mir das? Ist die Cam gut für den Urlaub? Um in der Freizeit Familienereignisse zu filmen? Kann ich die für meine Youtube Videos nehmen? Ist die ein Allrounder? Relativ schnell findet man verschiedene Bedarfsgruppe, die man sich zu Nutze machen kann.

Konzentriert euch also eher auf die DNA der Produkte, versucht die Entscheidungskriterien der Käufer zu analysieren um daraus eine gute Webseiten Architektur zu bauen. Beginnt diese nach und nach zu füllen. Versucht dabei eher wenig aber dafür guten Content zu erstellen und die Seiten 50% fertig zu publizieren, dann immer mal wieder eine Seite vornehmen und diese weiter ausbauen.