Archiv des Autors: villain canard

Adwords Countdown Anzeigen

In google Adwords kann man recht einfach eine Countdown Anzeige erstellen. Die Countdown Anzeige kann vor allem dann nutzen, wenn man ein zeitlich begrenztes Angebot hat. Im Countdown können dann Tage, Stunden und Minuten angezeigt werden.

Folgende Parameter kann man bei einer Countdown Anzeige festlegen:

  • Wann endet der Countdown (Sekundengenau)?
  • Wie viel Tage vor Ende des Countdowns sollen die Anzeigen Live gehen?
  • Soll die Zeitzone des Betrachters oder des Kontos genutzt werden?
  • Welche Sprache soll die Countdown Anzeige haben?

Um einer Anzeige einen Countdown hinzuzufügen muss man lediglich eine neue Anzeigen erstellen, dort kann man im Titel oder in einer der beiden Textzeilen einfach eine öffnende geschweifte Klammer hinzufügen {

adwords-countdown-anzeige

Schon öffnet sich ein Feld, indem man entweder einen Countdown anlegen kann oder einen Keyword Platzhalter.  Wählen wir den Countdown haben wir ein kleines Menü, wo wir alles einstellen können.

Wir können das Ende des Countdown sekundengenau festlegen mit dem Format yyyy/MM/dd sowie HH:mm:ss Soll der Countdown am 11.03.2020 um 18Uhr 30 und 45 Sekunden enden, dann wählen wir 2020/03/11  18:30:45

Danach wählen wir ab wann der Countdown starten soll (auf Tagesbasis). Soll der Countdown zum Beispiel 2 Wochen vor dem Start live gehen, wählen wir 14 Tage.

Zu guter Letzt die Zeitzone. Diese Einstellung ist eigentlich nur wichtig, wenn die Zeitzone der User von der des Kontos abweicht.

countdown-anzeige-erstellen

Die Spracheinstellung ist für das Anzeigen des Countdowns interessant und sollte in der gleichen Sprache wie die Anzeige gewählt werden. Hier ist wichtig zu beachten, dass das Format Tage Stunden und Minuten ist. Die Anzeige muss entsprechend formuliert sein. „Angebot endet in 3 Tage“ wäre keine gute Formulierung. Adwords nutzt Tage, nicht Tagen.

Dann muss die Anzeige nur noch gespeichert werden und schon ist der Countdown startklar.

fertige-countdown-anzeige

Nutzen kann man diese Art von Anzeigen eigentlich bei jeder Art von Countdown. Sonderangebote, Ladeneröffnungen, Ticketverkauf, Rabattaktionen, Räumungsverkauf, Verkaufsstart usw.

Meta Description aufpeppen mit ACF

Mit WordPress SEO Plugins wie Yoast SEO oder WpSEO lassen sich bei Beiträgen, Seiten oder anderen Artikeltypen individuelle Meta Beschreibungen anlegen. Per Default sind dies meist die ersten Sätze des Beitrags. Es gibt aber auch die Möglichkeit eine Meta Beschreibungsvorlage anzulegen.

Das Problem: Eine Vorlage ist nicht individuell, denn wir legen diese für alle vorhandenen Einträge eines Artikeltypen fest. Wir brauchen daher eine Möglichkeit diese zu individualisieren.

Eine Möglichkeit ist dabei das Advanced Custom Fields Plugin, welches viele bereits mit Ihrem Theme nutzen. Durch das Plugin haben wir die Möglichkeit verschiedene Platzhalter in den Meta Title oder die Meta Description zu platzieren und somit eine Variation zu erzeugen. Das Ganze funktioniert natürlich auch, wenn man für jeden Artikel oder Artikeltyp einen individuellen Eintrag anlegt.

Der Platzhalter müsste dann so aussehen: %%cf_namedesACF%%

Wollen wir die Farbe des Produkts ausgeben, so nennen wir das CF „farbe“.

Unser Meta Tag könnte dann so aussehen:

Bestellen Sie jetzt das T-Shirt in %%cf_farbe%%

Angezeigt wird dann: Bestellen Sie jetzt das T-Shirt in rot.

Sollten wir verschiedene Produkte haben, können wir auch diese als Custom Field anlegen. Bei dem roten T-Shirt wäre es dann %%cf_farbe%% und %%cf_produkt%%

Die Meta Description könnte dann so aussehen:

Bestellen Sie jetzt das %%cf_produkt%% in %%cf_farbe%%

Man sollte hier ein wenig testen, wie man es am Besten für seine Seite einsetzen kann, je unterschiedlicher die einzelnen Beiträge oder Produkte sind, desto schwerer wird es ein wording zu finden, welches zu allen passt.

Likes in Facebook Fans umwandeln

Es gibt bei Facebook einen kleinen Trick, wie man mit einem guten Posting viele neue Fans für die eigene Seite generieren kann.

Als Grundlage dient ein Beitrag der möglichst viele Likes einsammelt, das kann ein Bild mit einem lustigen Spruch sein oder ein Fachartikel. Wichtig ist, dass der Beitrag oft geteilt wird und viele Personen diesen liken, die noch kein Fan deiner Facebook Seite sind.

Wenn Du dann als Admin auf deine Fanpage gehst, siehst Du zu dem Beitrag die Anzahl der Likes. Wenn Du hier auf den entsprechenden Link klickst werden Dir die Personen angezeigt, die mit deinem Beitrag interagiert haben. Zu sehen ist das Profilbild, der Name, die Art der Interaktion und ob die Person bereits Fan deiner Seite ist.

likes-zu-facebook-fans-umwandeln

Mit „Gefällt das“ wird bei bestehenden Fans angezeigt, die Personen bei denen „einladen“ steht, können eingeladen werden Fan der Seite zu werden.

Ein recht gute Methode, denn viele Facebook User liken eher einen Artikel, als dass sie gleich Fan werden. Mit dieser Methode kann man dem etwas nachhelfen.

Der geheime Youtube Tag

Wenn man ein Video bei Youtube hochlädt, kann man den Titel, die Beschreibung und Tags angeben. Bei den Tags gibt es einen kleinen Trick, um Youtube die „Verwandschaft“ der eigenen Videos aufzuzeigen und somit mehr Besucher für seine Videos zu erhalten.

Man vergibt einfach einen „geheimen Tag“ bei dem man sicher sein kann, dass man der einzige ist der diesen nutzt. Diese Tags müssen keinen Sinn ergeben, er muss nur Einzigartig sein. Als „geheimer Tag“ kann der eigene Name verwendet werden, die eigene Marke oder Domain. Manche verwenden auch komplette Fantasie Tags oder verschiedene geheime Tags je nach Themengebiet.

Mit diesem geheimen Tag stellt man sicher, dass mehr eigene Videos auf der rechten Seite  (bei den related Videos) angezeigt werden. Gleiches gilt für die vorgeschlagenen Videos, die nach dem Ende eines Videos auftauchen. Wir erhöhen also die Sichtbarkeit unserer eigenen Videos, wenn sich jemand eines unserer Videos anschaut.

Das ist eigentlich schon das kleine Geheimnis des „geheimen Tags“.

Nun könnten wir uns anschauen, welche Tags andere User die im gleichen Themengebiet von uns sind nutzen. Entdecken wir einen geheimen Tag können wir diesen kapern und zu unserem Videos hinzufügen. Ihr solltet diese „geheimen Tags“ von anderen nur bei vereinzelten Videos nutzen, denn die Relevanz, die erzeugt wird, funktioniert in beide Richtungen. Ihr erhöht mit dem Kapern des geheimen Tags die Chance, dass Ihr bei den related Videos der anderen erscheint, gleichfalls können die anderen dort erscheinen, wo euer Video angesehen wird. Es lohnt sich also eher die Tags von anderen zu nutzen, die mehr Vidoes und Views haben als ihr.

Wenn der geheime Tag ein Name, eine Marke oder eine Domain ist, solltet ihr es nicht nutzen.

Um die Tags eines Youtube Videos zu sehen, ruft einfach den Quellcode auf. Dort findet ihr die Tags unter <meta name=“keywords“ content=“ tag1, tag2, tag3> Sind dort zu viele Tags, werden nicht alle angezeigt, daher lohnt ein zweiter Blick auf folgenden Bereich:

<meta property=“og:video:tag“ content=“tag1″>

<meta property=“og:video:tag“ content=“tag2″>

<meta property=“og:video:tag“ content=“tag3″>

 

Alternative SEA Strategie

alternative-sea-strategienMan muss nicht zwingend sein gesamtes Sortiment bei google Adwords einbuchen. Oft werden Konten dann zu groß und unübersichtlich. Wichtige Funktionen werden an Scripte und Automatismen abgegeben. Man verbringt zu viel Zeit mit der Verwaltung und zu wenig mit kreativen Tests.  Wir möchten aufzeigen, dass es noch andere Strategien gibt, mit denen man sein Budget zielgerichteter einsetzen und nebenbei Synergie Effekte erzielen kann.

Ziel der Strategie ist es sich auf wenige Produkte zu konzentrieren und diese zu dominieren. Das Adwords Konto wird kleiner und übersichtlicher. Das übliche Pareto Prinzip der Adwords Konten (20% der Keywords bringen 80% an Traffic) wird dabei ausgehebelt und der Traffic gleichmäßiger über die verschiedenen Keywords verteilt.

Wie man so eine Alternative Strategie erstellen kann, möchten wir in unserem kostenlosen PDF „Alternative SEA Strategie“aufzeigen.

Zum Download von „Alternative SEA Startegie“

Was zeigen die Assist bei Affilinet?

Affilinet zeigt als eines der ersten Netzwerke sogenannte Assist an. Ein Assist kennt man aus dem Sport, dort bedeutet es eine Vorlage zu einem Tor geben. Bei Affilinet ist damit eine Vorlage zu einem Sale/Lead gemeint. Ein Assist wird dann gezeigt, wenn ein Klick auf unser Werbemittel stattgefunden hat, der Sale/Lead jedoch einem anderen Affiliate zugeordnet wird, da dieser zeitlich später einen Klick erzeugt hat (Last Cookie Wins Prinzip).

Der Assist zeigt uns also an, ob wir an Sales/Leads beteiligt waren, sprich ob wir einen Touchpoint im Customer Journey waren. Diese Betrachtung bezieht sich jedoch nur auf Sales/Leads die über Affilinet getrackt wurden.

Als Affiliate sehen wir welches Business Modell uns überschreibt und welches Business Modell wir überschreiben. Zudem sehen wir pro Partnerprogramm unsere Anzahl an Sales/Leads und wie viele davon mit und ohne Assists sind.

Kurze Beispiele:

Ein Klick auf unseren Affilinet Trackinglink, der Verkauf wird über einen anderen Affiliate Tracking Link erzeugt – > Wir erhalten einen Assist, der andere Affiliate bekommt eine Provision

Ein Klick auf unseren Affilinet Trackinglink, der Verkauf wird über einen anderen Kanal erzeugt – > Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Hat der Merchant keine Cookieweiche, erhalten wir normalerweise die Provision. Hat der Merchant eine Cookieweiche die nach dem Last Touch Prinzip funktioniert, erhalten wir weder den Assist, noch die Provision.

Was nützten die Assist dem Affiliate?

Wenn ich als Affiliate sehe, dass ich viele Assist liefere, aber kaum Provisionen erhalte, habe ich zwei Möglichkeiten. Ich spreche mit dem Merchant und versuche Ihm meine Position klar zu machen. Ich erzeuge mit meinem Auftritt wohlmöglich einen Erstkontakt mit dem Kunden, der aktuell nicht vergütet wird. Denkbar wäre evt. ein kleiner CPC für meine Klicks oder eine höhere Provision für Verkäufe um die vielen Assists etwas abzubilden.

So sehen wir als Affiliate die Assists bei Affilinet

Bei „Überschreibende Publisher“ sehen wir, wieviel Publisher unsere Cookies überschrieben haben, bei „Überschriebene Publisher“ haben wir andere Affiliates überschrieben

Was wohl nicht in Frage kommt ist der Verzicht des Merchants auf die Publisher Kanäle zu denen meine Sales hin wandern.

Wir können uns die Sales und Assists auch nach Partnerprogramm anzeigen lassen.

Die Spalte Assists zeigt uns die Anzahl der Sales, zu denen wir Assists geliefert haben, bei Ihre Orders wird uns gezeigt, bei wievielen unserer Sales andere beteiligt waren.

Um die Abwanderung der Sales zu anderen Publisher Modellen etwas Einhalt zu gebieten, können wir die Auswertung nutzen um unsere Seite etwas in die Richtung der Business Modelle anzupassen. Verlieren wir Sales an Preisvergleiche, bauen wir einen kleinen Preisvergleich auf unsere Seite, verlieren wir unsere Sales an Gutscheinseiten, fragen wir den Merchant nach Gutscheinen an (hier kann es sein, dass ausgegebene Gutscheine mit einer Reduzierung der Provisionshöhe einhergehen).

Was nützen die Assists dem Merchant?

Bei der Übersicht der Business Model erhalten wir schon mal einen guten Einblick, welche Business Models viele Sales liefern und wie viele davon mit Assists sind. Hier lohnt noch mal ein Blick auf Publisher Ebene, denn es kann große Unterschiede geben, zwischen den einzelnen Publishern vom gleichen Business Model. Wir können nun sehr gut sehen, welche Affiliates für den Erstkontakt mit Kunden wichtig sind und welche Affiliates sich evt. darauf spezialisiert haben, möglichst weit hinten in der Conversionkette zu stehen. Als Merchant kann man dann verschiedene Maßnahmen überdenken und deren Auswirkungen simulieren. Ein „Warenkorb Freeze“ wäre zum Beispiel eine Möglichkeit.

assists in der merchantansicht

Als Merchant können wir schauen, welche Business Models anderen die Conversions überschreiben

Ein kleiner Nachteil liegt natürlich darin, dass wir „nur“ Sales sehen, die am Ende auch von Affilinet getrackt werden. Sollten wir ein Webanalyse Tool wie Analytics einsetzen, können wir dafür unsere Trackinglinks so modifizieren, dass wir auch dort eine Auswertung auf Partnerebene machen können.

Andere Ideen für Webseiten finden

Sören hat mit einer Spendenaktion begonnen, bei der er ein Affiliate Projekt aufbaut, sobald die Spendensumme einen gewissen Stand erreicht, wird der nächste Artikel geschrieben. Innerhalb dessen hat er vorgestellt, wie man Ideen für Webseiten findet, statt diese zu suchen. Ich denke, er hat damit eine sehr gute Variante gezeigt, wie man auf neue Ideen kommen kann.

Am Ende hat man eine Idee für ein schönes Nischenprojekt. Ich gehe jedoch zwei andere Wege, die ich euch zeigen möchte.

Herstellerseite

Mit manchen Projekten begebe ich mich in die Hand eines Herstellers. Ich baue also keine Seiten zu einem bestimmten Produkt, sondern zeige alle Produkte (oder eine Auswahl) von nur einem Hersteller. Bei der Auswahl der Hersteller lege ich folgende Kriterien fest, die ich einfach mal aufliste, ohne das die Platzierung in der Liste die Priorität der Punkte widerspiegelt.

  • Hochpreisige Produkte
  • Wenige Shops, die diese Produkte verkaufen
  • Kaum wechselndes Sortiment
  • Produktseiten des Herstellers in den Shops sollten wenige Informationen enthalten (am besten nur Bullet Points)
  • Hersteller sollte führend in seinem Segment sein

Nun baue ich zu dem Hersteller eine Kaufberatungsseite auf, ich sortiere die Produkte nicht nur nach den Produktlinien, sondern zusätzlich nach Bedarfsgruppen. Besonderen Augenmerk lege ich dabei auf die Produktdetailseiten und versuche diese mit Fließtext besser und Kundenorientierter zu schreiben, als in den Shops. Als Domain nehme ich eine Keyword Domain die zu den Produkten passt oder ein Fantasienamen. Natürlich nicht die Marke des Herstellers.

Themenseite

Sören hatte ja in seinem Beitrag den Luftentfeuchter und den Ventilator als potentielle Themen gezeigt. Statt wie er ein „entweder oder“ nehme ich beides und versuche es mit weiteren Produkten zu ergänzen, die thematisch passen. Als Domain könnte man die Domain „Raumklima“ nehmen, dort ist noch die .info frei, ob es eine Marke ist habe ich nicht geprüft, würde ich aber vorher noch machen. Nun kann ich alle Produkte dort aufnehmen, die zu dem Thema Raumklima passen, Ventilatoren (Tisch/Stand/USB), Luftentfeuchter, Klimaanlagen, Luftbefeuchter, Heizgeräte usw. Ich baue für jeden Produkttyp eine Kategorie und sortiere dort Produkte ein, zudem kann man nun Seiten für den Bedarf bauen, dazu ist eine kleine Recherche nötig, die aber recht fix geht. Welche Probleme haben Menschen mit dem Raumklima? Zu heiß, zu kalt, zu feucht, zu trocken fallen mir schon ohne Recherche ein. Dazu bauen wir dann entsprechende Unterseiten, wo wir das Problem beschreiben, verschiedene Lösungen vorstellen und welche Produkte sich als Lösung eignen. Die Produkte stelle ich dann durchaus differenziert da. Unter welchen Voraussetzungen eignet sich welches Produkt. Jemand in einem Großraumbüro braucht man keine Klimaanlage verkaufen, sondern eher den USB Ventilator um mal ein einfaches Beispiel zu nennen.

Warum mache ich das so? Als User habe ich kein Interesse an den „Keyword“-Vergleich Seiten, die mir die Amazon Top Ten anbieten, ohne dabei auf die Unterschiede der Produkte einzugehen. Ich sehe solche Seiten als überflüssig an und ich denke google wird es mit der Zeit ebenso sehen. Daher versuche ich etwas andere Wege zu gehen und mich entweder auf einen Hersteller zu konzentrieren oder ein ganzes Thema zu bearbeiten, als nur eine Nische davon.

Affiliate Seiten für Mobile optimieren

Sicherlich haben einige von euch von google die Nachricht erhalten, dass manche Projekte aus dem Portfolio noch nicht Mobil optimiert sind. Ein paar meiner Projekte liefen noch auf einem älteren Theme, welches keine Responsiv Funktion hatte und entsprechend von google angemahnt wurden. Ich habe verschiedene Plugins getestet, die angeblich eine gute mobile Variante für nicht optimierte Themes erstellen, doch keines dieser Plugins hat meinen Ansprüchen genügt. Als habe ich mich entschlossen, diesen Projekten ein neues Theme zu verpassen. Entschieden habe ich mich für das Affiliate Theme von endcore, welches ich euch in einem späteren Artikel genauer vorstellen werden.

Theme umstellen, Shortcodes anpassen

Die Umstellung auf ein neues Theme zieht immer Arbeit mit sich nach, dennoch ging es recht gut von der Hand und ich konnte die Projekte schnell umstellen.

Ein Problem bekomme ich jedoch mit dem Seitenaufbau meiner Projekte. Viele Projekte die zu bestimmten Produktgruppen aufgebaut sind haben zwei zentrale Navigationen.

In der Head Navigation befinden sich meist die Marken der Produktgruppe, als Unterpunkt der Marken die entsprechenden Produkt Modelle.

In der Sidebar biete ich eine Navigation mit weiterführenden Informationen. Seien es FAQs, Vergleiche, Produktvorstellungen usw.

Versteckte Navigationen

Besucht nun jemand meine Seite mit dem Responsive Design ist weder die eine, noch die andere Navigation sichtbar.

Die Header Navigation versteckt sich hinter einem kleinen Symbol, klickt man dort drauf kann man die Seiten und Unterpunkte durch scrollen und wenn man die Seite gefunden hat zu der man möchte, klickt man einfach drauf. Wenn ich in der Header Navigation 7 Marken mit je 10 Produkten habe, sind das 70 Punkte in der mobilen Scroll Navigation. Von Usability-Sicht her nicht so gut. Und sind wir ehrlich, wer klickt wirklich auf die Menüs um dann mehrere Seiten durchzuscrollen?

Das Sidebar Menü erscheint bei der Responsiv Version mit kleiner Bildschirmbreite erst nach dem eigentlichen Content. Bei meinen Startseiten beträgt dieser zwischen 1500 und 3000 Wörter mit Bildern und Grafiken. Hier stellt sich die Frage wer überhaupt so lange liest um dann zu den Informationsseiten zu kommen?

Nun kommt das Affiliate Theme zum Einsatz. Ich kann verschiedene Text Passagen über Shortcodes nur bei bestimmten Bildschirmgrößen anzeigen lassen. Also erstelle ich einen Text für meine Startseite, den nur Smartphone User und Tabletnutzer sehen. In diesem Text verlinke ich die Top Produkte der einzelnen Marken und die wichtigsten Informationsseiten. Ich leite damit die Mobile Nutzer schneller an Ihr Ziel, ohne dass diese auf die Navigation angewiesen sind. Sollte euer Theme keine solchen Shortcodes haben, solltest Ihr dennoch mal testen ob diese Art der Top Seiten oben auf der Startseite für euren Besucher einen Mehrwert haben. Man verringert nicht nur die Bounce Rate, sondern setzt auf die wichtigsten Seiten gleich schöne Startseiten Deeplinks mit harten Ankertexten.

Retargeting Codes von Merchants einbauen?

In letzter Zeit hört man öfter von dubiosen Angeboten. Ein Shop oder Service Anbieter möchte einen Code Schnipsel auf einen Blog oder Affiliate Seite einbinden. Man erhält dafür Geld (einmalig oder monatlich) der Code ist für die Besucher der Seite nicht zu sehen. Klingt nach einem coolen Angebot. Man hat 5 Minuten Arbeit und die Kasse klingelt.

5 Minuten Arbeit und die Kasse klingelt? Jetzt sollten auch die Warnglocken klingeln, denn bei wenig Arbeit und viel Geld sollte jeder stutzig werden. Die Frage ist: Warum zahlen Firmen Geld um ein Code auf eine Seite zu platzieren? Ganz einfach, die Besucher der Seite werden markiert und kategorisiert.

Als Gegenwert für die 50€ werden alle eure Besucher durch den Code markiert. Habt Ihr eine Seite zum Thema Wein wissen die Anbieter nun, dass sich diese Person anscheinend für Wein interessiert. Ob er diesen selber trinkt oder verschenken möchte ist erst mal egal, er war auf einer Weinseite und bekommt das Label Wein. Wenn Ihr nun den Code eines Weinshops in euren Weinblog eingebaut habt, dann kann dieser nun gemütlich zielgerichtet Werbung an diese Person ausspielen, Streuverluste werden dadurch minimiert.

Habt Ihr den Code eines Service-Anbieters drin, kann er die Werbung eines Kunden ausspielen. Dank Codes auf vielen verschiedenen Seiten zu unterschiedlichen Themen können die Anbieter ganze Muster erstellen und Wahrscheinlichkeiten berechnen, bzw. sogenannte statistische Zwillinge erstellen. Man geht also davon aus, das Menshcen mit ähnlichen Interessen auch ähnliche Produkte kaufen werden. Im Marketing Slang wird den Shopbesitzern das so verkauft, das man Retargeting machen kann, ohne das die Kunden bisher auf dem Shop waren.

Ist diese Art der Werbung legal? Sollte man sich darauf einlassen? Das muss jeder selbst entscheiden, zumindest das Thema Datenschutz sollte man vorher noch mal überdenken.

Ist diese Art der Werbung neu? Nein, wie ich bereits 2011 berichtete…

In der Tat hatte ich 2011 schon mal diese Idee angerissen, seitdem ist natürlich viel passiert und die Unternehmen können viel besser mit dem Thema Big Data umgehen. Ein weiteres Buzzword in dem Zusammenhang ist sicherlich Realtime Bidding.

Wie so ein Profil aussehen kann welches Firmen ohne unser Wissen anlegen kann man sich mal beim Branchenprimus anschauen https://www.google.com/ads/preferences/ Teilweise ganz schön erschreckend, immerhin bei vielen anderen Anbietern anonymer gestaltet.

Jeder der ein Angebot einer Firma erhält einen Retargeting Code in seine Seite einzubauen sollte es sich meiner Meinung nach gut überlegen. Vor allem sollte er, wenn er schon seine Besucher verkauft es nicht zu günstig machen 😉

Deeplinks der Netzwerke selber machen

Jeder kennt sicher das Problem. Man möchte auf eine Seite eines Merchant verlinken und dann gibt es diese Seite nicht als Tracking URL. Weder bei den Bannern, Textlinks noch in der CSV ist diese Seite zu finden. Ich habe es oft bei Kategorie Seiten festgestellt, wenn man dann noch Filter in der Kategorie einbauen will, weil man zum Beispiel nur die Produkte für Männer oder nur schwarze Produkte anzeigen lassen möchte kommt man nicht weiter und muss sich selbst behelfen.

Deeplinks bei den Netzwerken selber erzeugen

Für das Problem gibt es eine recht einfache Lösung. Man kann bei vielen Netzwerken eigene Deeplinks erzeugen.
Man nimmt dafür einfach einen beliebigen Trackinglink (Ich habe meistens das Logo oder den Startseiten Deeplink genommen da diese sich selten ändern oder gelöscht werden) und verbindet je nach Netzwerk diesen Trackinglink mit der URL auf die man verlinken möchte. Klickt nun jemand auf den Link läuft der Klick über den Tracking Server des Netzwerks, unser Cookie wird gesetzt, statt auf die vom Merchant hinterlegte URL wird der Link aufgerufen, den wir definiert haben.

So sehen die Deeplinks der Netzwerke aus

Hier mal als Beispiel die Möglichkeiten bei den großen Netzwerken eigene Deeplinks zu erzeugen.
Affilinet
http://trackingurl.de&diurl=http://unsereURL.de
Webgains
http://trackingurl.de&wgtarget=http://unsereURL.de
Zanox
http://trackingurl.de&ULP=http://unsereURL.de
belboon
http://trackingurl.de&deeplink=http://unsereURL.de
CJ
http://trackingurl.de&url=http://unsereURL.de
Superclix
http://trackingurl.de&page=http://unsereURL.de

Macht es Sinn eigene Deeplinks zu erzeugen?

Sicherlich ist man mit diesem Verfahren relativ fix und unabhängig, ich rate dennoch dringend davon ab. Wer eigene Deeplinks baut kann Gefahr laufen das Tracking zu unterwandern und für seine Verkäufe oder Leads keine Provisionen zu erhalten. Oft nutzen gerade große Shops Parameter die Cookieweichen oder ein internes Tracking ansprechen. Fehlen diese beim Klick, kann es sein, dass der Code vom Affiliate Netzwerk nicht auf der Bestellbestätigungsseite eingeblendet wird. Die Bestellung wird dann nicht an das Netzwerk reportet und die Provision wird nicht ausgeschüttet. Da man die Bestellung nicht sieht, fällt es einem oftmals gar nicht auf, dass das Tracking nicht funktioniert.

Wie kann man dann eigene Deeplinks erstellen?

Viele Netzwerke und Partnerprogramme stellen einen eigenen Deeplink Generator zur Verfügung, hier sind globale Tracking Parameter hinterlegt, die unserem Deeplink angehängt werden, damit das Tracking funktioniert. Hier sollte man vorher testen, ob die Zielseite unseren Wünschen entspricht. Ich hatte es bei einem Merchant, dass der globale Trackingparameter nicht dynamsich hinterlegt war und bei einer Deeplink URL mit Filtern Probleme auftraten. Wer sich nicht sicher ist, kann mit dem Merchant einen Testsale vereinbaren.
Ein anderer Weg ist sich mit dem Merchant in Verbindung zu setzen und zu fragen, ob er den gewünschten Deeplink für einen anlegen kann. Das funktioniert leider nicht immer, bzw. ist manche Antwortzeit recht lange, was dann frustriert. Vor allem wenn man mehrere URLs hat, auf die man linken möchte streiken die Mitarbeiter beim Merchant.
Letzte Möglichkeit wäre es die Tracking Parameter beim Merchant anzufragen und diese manuell einzufügen. Bei UTM Parametern geht es noch, wenn diese komplexer sind eher die Finger von dieser Möglichkeit lassen.
Erstellt eure eigenen Deeplinks daher immer mit Vorsicht und testet das Tracking bevor es zu Verlusten kommt.