Affiliate Seiten nach Produktkriterien erstellen

Immer wieder begegne ich Leuten, die Tipps zum Thema Affiliate Seiten haben möchten. Dabei kann ich oft keine gezielten Tipps geben. Wenn ich meine eigenen Projekte anschaue ergibt sich jedoch eine Strategie, die bei mir einigermaßen gut funktioniert. Diese möchte ich in kurzen Sätzen mal zusammenfassen.

Sicherlich kennt Ihr das, wenn man sich über Produkte informieren möchte, zu denen man vorab gar keinen Bezug hat. Man beginnt im Internet zu forsten, trifft dort die „Amazon Test Affiliates“, die Forenbeiträge von 2009 und vereinzelt große und kleine Shops. Man kommt jedoch nicht schnell voran, weil man alles durchlesen und selber filtern muss. Mit der Zeit erhält man ein ungefähres Gefühl für die Produktkategorie. Man versteht durch Erfahrungsberichte oder Produktreviews nach welchen Merkmalen Produkte eingeteilt werden können, welche Bedarfsgruppen es gibt, in welche Bedarfsgruppe man selbst gehört und was das wichtige an den Produkten ist. Klassische Filter wie Preis, Beliebtheit, Farbe oder Sortieren von A – Z funktionieren in dem Falle nicht. Es gibt jedoch keine Seiten, die die Schablone der Bedarfsgruppen oder Funktionsweisen zu Grunde legen.

Der Preis eines Produktes interessiert mich erst dann, wenn ich weiß ob das Produkt zu mir passt. Gleiches gilt für Farbe oder Beliebtheit. Ich möchte schnell wissen, welche Produkte passen auf meinen spezifischen Fall, was sind deren Vor- und Nachteile und kann mich dann aus einer kleinen Zahl an Produkten die alle mein spezielles Bedürfnis erfüllen entscheiden. Dabei sollte man wissen, genau das Bedürfnis was man selber hat, haben viele andere auch.

Sobald ich mich in neue Produktwelten einlese beginne ich diese nach möglichen Auswahlkriterien zu sortieren, so kann ich Produkte die bestimmte Must Have Kriterien nicht erfüllen sofort aussortieren um eine immer engere Auswahl zu erhalten. Teilweise stoße ich auf neue Eigenschaften, die meine bisherige Auswahl durcheinander bringen, weil ich gar nicht wusste das es diese Eigenschaften gibt.

Genau diese Denkweise hilft einem bei der Erstellung von guten Affiliate Webseiten. Es geht also nicht darum einen Pseudo Test aufzubauen, sondern bereits etablierte Kriterien als Kategorien oder Tags aufzubauen und dem User so schnell zu einer kleinen Anzahl an Produkten zu führen, die für Ihn relevant sind. Wir wollen nicht den Testsieger küren, der bei 50% der Leser meist gar nicht das Bedürfnis erfüllt, sondern wir möchten für die verschiedenen Bedürfnistypen die beste Produktauswahl finden.

Als Beispiel: Ich habe neulich nach einer Digital Kamera gesucht. Die Aufteilung in den meisten Shops waren HD Cam, Action Cam, neuste Angebote. Sortierbar nach Marke, Preis, Mega Pixeln usw. Ich weiß was ich mit der Kamera machen möchte, aber ich habe keine Ahnung wie viele Mega Pixel ich brauche oder welche Features für mich von Bedeutung ist.

Die Testbericht Seiten haben Kameras getestet. Dort gibt es einen Testsieger. Was sagt mir das? Ist die Cam gut für den Urlaub? Um in der Freizeit Familienereignisse zu filmen? Kann ich die für meine Youtube Videos nehmen? Ist die ein Allrounder? Relativ schnell findet man verschiedene Bedarfsgruppe, die man sich zu Nutze machen kann.

Konzentriert euch also eher auf die DNA der Produkte, versucht die Entscheidungskriterien der Käufer zu analysieren um daraus eine gute Webseiten Architektur zu bauen. Beginnt diese nach und nach zu füllen. Versucht dabei eher wenig aber dafür guten Content zu erstellen und die Seiten 50% fertig zu publizieren, dann immer mal wieder eine Seite vornehmen und diese weiter ausbauen.