Die Division gehört zu den grundlegenden mathematischen Operationen, stellt für viele Kinder jedoch oft eine besondere Herausforderung dar. Umso wichtiger ist es, dass sie von Anfang an die Möglichkeit bekommen, Division nicht nur abstrakt, sondern vor allem handelnd und visuell zu erleben. Genau dafür habe ich ein spezielles Divisionsbrett entwickelt und selbst hergestellt – ein Material, das nicht nur durch seine Klarheit überzeugt, sondern auch durch seine vielseitige Einsetzbarkeit im Mathematikunterricht.
Auf dem Brett sind die Zahlen von 1 bis 10 sowohl horizontal als auch vertikal aufgedruckt. An den Schnittpunkten befinden sich kleine Nägel oder Stifte. So entsteht ein Raster, das zum aktiven Arbeiten mit Perlen, Gummibändern oder anderen Markierungen einlädt. Das Prinzip dahinter ist einfach: Oben steht der Dividend, seitlich der Divisor. An der Kreuzung lässt sich das Ergebnis – der Quotient – darstellen oder erarbeiten. Durch das gezielte Platzieren von Markierungen können Kinder nachvollziehen, wie oft eine Zahl in eine andere „hineinpasst“, und was gegebenenfalls als Rest übrig bleibt.
Ein Beispiel: Wenn die Aufgabe 12 : 3 lautet, markieren die Kinder in der Spalte bei der 12 (oben) drei Reihen nach unten – und erkennen, dass in jeder Reihe vier Markierungen liegen. So wird anschaulich sichtbar: 12 geteilt durch 3 ergibt 4. Durch diese konkrete Handlung begreifen Kinder, dass Division nichts anderes ist als eine faire Verteilung oder das Finden von Gruppen gleicher Größe.
Das Besondere an meinem Divisionsbrett ist, dass es bewusst auf einfache, klare Strukturen setzt. Ich habe es so entworfen, dass Kinder möglichst intuitiv damit arbeiten können. Es ist robust, wiederverwendbar und vielseitig einsetzbar – sowohl im Klassenunterricht als auch in der Einzel- oder Kleingruppenförderung. Dabei fördert es nicht nur das Rechnen selbst, sondern auch das mathematische Denken und die Einsicht in Strukturen und Zusammenhänge.
Die Arbeit mit dem Divisionsbrett knüpft an das EIS-Prinzip an: Erleben – Ikonisieren – Symbolisieren. Die Kinder erleben Division zunächst ganz konkret, erkennen dann Muster und Zusammenhänge, bevor sie die abstrakte Rechenweise verinnerlichen. Besonders schön ist zu beobachten, wie sich Unsicherheit bei den Schüler:innen in Selbstvertrauen verwandelt – allein durch das aktive Tun und die Möglichkeit, selbst Entdeckungen zu machen.
Für mich ist dieses Material ein echtes Herzensprojekt. Es verbindet Kreativität mit pädagogischem Anspruch und zeigt, wie Mathematik erfahrbar, verständlich und freudvoll gestaltet werden kann.





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