In der ersten Folge vom Podcast von Elementarwissen dreht sich alles um die Lernumgebung – und wie wir als Lehrkräfte durch durchdachte Raumgestaltung die Basis für selbstständiges, aktives und individualisiertes Lernen schaffen können. Ich nehme euch mit in meinen Klassenraum und zeige euch anhand von Bildern, wie ich das Churermodell ganz praktisch umgesetzt habe.
Das Churermodell versteht den Klassenraum als dritten Pädagogen – neben der Lehrkraft und dem Lernmaterial. Der Raum soll nicht nur funktional sein, sondern eine unterstützende, strukturierende und motivierende Lernumgebung bieten. Diese Haltung prägt auch meine eigene Raumgestaltung.
Ein erster Blick in meinen Klassenraum zeigt: Der Raum ist klar gegliedert. Es gibt nicht nur Schülerarbeitsplätze, sondern auch strukturierte Lerninseln, Materialstationen und Rückzugsorte. Die Tische sind flexibel gestellt, sodass Gruppen- wie Einzelarbeit möglich ist. Jedes Kind hat seinen festen Platz, aber auch die Freiheit, je nach Aufgabe oder Bedürfnis den Raum aktiv zu nutzen. Diese Bewegungsfreiheit ist wichtig, um dem natürlichen Lernrhythmus der Kinder gerecht zu werden.

Ein zentrales Element im Sinne des Churermodells ist die freie Auswahl von Lernmaterialien. Die Regale sind offen und klar strukturiert. Jedes Material ist beschriftet und so platziert, dass die Kinder selbstständig darauf zugreifen können. Dabei setze ich bewusst auf eine Mischung aus Montessori-inspirierten Materialien, selbst erstellten Lernhilfen und klassischen Schulbüchern. Die Kinder wissen, wo sie was finden – und lernen, Verantwortung für ihr eigenes Lernen zu übernehmen.
Auch die Dekoration folgt einem klaren Prinzip: Sie ist nicht nur schön, sondern auch funktional. Die Fensterdeko beispielsweise bringt jahreszeitliche Stimmung in den Raum, während sie gleichzeitig ein Gefühl von Geborgenheit schafft. Kleine Pflanzen, persönliche Details und farbliche Akzente geben dem Klassenraum eine warme, einladende Atmosphäre. Ich glaube fest daran, dass Kinder besser lernen, wenn sie sich in ihrer Umgebung wohlfühlen.
Das Churermodell inspiriert mich immer wieder dazu, meine Lernumgebung weiterzuentwickeln. Der Raum ist nie „fertig“, sondern in Bewegung – genau wie die Lernprozesse selbst. Ich beobachte, was funktioniert, was die Kinder brauchen, und passe entsprechend an. Der Klassenraum wird so zu einem lebendigen Ort des Lernens und Wachsens.
In der Podcastfolge erfahrt ihr mehr über die konkreten Prinzipien des Churermodells, meine Umsetzungsideen und Tipps für eure eigene Klassenraumgestaltung. Schaut euch gerne die Bilder hier im Beitrag an – sie zeigen, wie Theorie und Praxis zusammenkommen können.





Hinterlasse einen Kommentar