Gummispannbretter lassen sich sehr vielseitig für den Schulunterricht einsetzen. Die Kinder können damit selbstständig Aufgaben bearbeiten und sich selbst kontrollieren, dabei in Ihrem eigenen Tempo arbeiten. Das Material besteht aus dem Spannbrett, kleinen Gummis und den Aufgabenkarten, die man selbst erstellen kann. Die Aufgaben lassen sich für viele Fächer und Themen adaptieren, womit die Spannbretter ein täglicher Begleiter im Schulalltag für die Schüler werden kann.
Vom Einmaleins über verliebte Zahlen bis zur Addition und Subtraktion im kleinen Zahlenräumen lassen sich für Mathe unterschiedliche Aufgaben mit den Spannbrettern bearbeiten. In Deutsch eignen Sie sich sehr gut um Anfangsbuchstaben, Endungen oder Wortbestandteile zu üben. Aber selbst in Musik, Kunst oder Sachkunde lassen sich Aufgaben mit den Spannbrettern erstellen.
DIY, so erstellst Du deine eigenen Spannbretter für den Unterricht

Das brauchst Du für die Bretter
- 1 Holzbrett, welches auf Maße geschnitten wird
- Dübel (Anzahl der Bretter x 16), Bohrmaschine und Holzleim
- oder Nägel (Anzahl der Bretter x 16) und Hammer
- Flache Holzleiste (Breite der Bretter x Anzahl der Bretter)
- Gummis (mindestens 8 pro Brett)
- Optional: Sprühkleber und Filz
Alle Materialien lassen sich leicht im Baumarkt, Bastelladen oder aus dem Internet besorgen.
Die Materialkosten für die 14 Spannbretter beliefen sich auf ca. 50€
Um eigene Aufgabenblätter zu erstellen, brauchst Du ein Programm, mit dem Du Tabellen erstellen kannst und Bilder/Texte einfügen kannst. Ich habe Worksheetcrafter genutzt, es geht aber auch mit Powerpoint.
Um meine Spannbretter zu erstellen habe ich mit im Baumarkt eine Holzplatte in gleichgroße Stücke sägen lassen. Hier lohnt sich oft ein Blick bei den Holzresten, manchmal findet man dort schon geeignete Platten, die man sich zurecht sägen lassen kann. Meine Bretter haben die Maße 14cm x 30cm. Aus der Platte habe ich 14 Bretter sägen lassen.
Zudem habe ich eine kleine Leiste gekauft, die ich auf die 14cm Breite gesägt habe und am unteren Ende der Platte mit Holzleim geklebt habe. Diese ist die Begrenzung für die Aufgabenblätter, dass die Blätter immer an der richtigen Position sind.

Nun gibt es zwei Varianten, um mit den Brettern fortzufahren. Ich habe mich für die etwas aufwendigere, aber in meinen Augen schönere Variante entschieden. Um die Gummis zu spannen, braucht es Stifte auf beiden Seiten des Brettes. Hierbei habe ich mich für Holzdübel entschieden, man kann dafür aber auch Nägel verwenden. Pro Brett habe ich 16 Dübel verwendet, 8 auf jeder Seite.
Bevor Du die Löcher für die Dübel bohrst und diese mit Holzleim einklebst solltest Du aber erst deine Aufgabenblätter, bzw Schablonen dafür erstellen. Diese solltest Du dann ausdrucken damit Du die Abstände der Dübel einzeichnen kannst.
So erstellst Du die Schablonen für deine Spannbretter
Um meine Schablonen zu erstellen habe ich das Programm Worksheetcrfater genutzt, man kann es aber sicherlich auch mit anderen Programmen erstellen wie Powerpoint. Wichtig wäre es ein Programm zu nehmen mit dem man sowohl Text als auch Bilder einfach einfügen kann.
Ich habe zuerst zwei „Tabellen“ erstellt mit jeweils 2×8 Zellen, wobei zwei Zellen in der Breite und acht Zellen in der Tiefe sind. In der linken Tabelle werden dann die Aufgaben eingetragen, in der linken Spalte der linken Tabelle die Fragen und in der rechten Spalte der linken Tabelle die Antworten. Antworten und Fragen sollten möglichst in verschiedenen Spalten stehen. Da ich nicht möchte, dass die Kinder die Gummis zu stark spannen, habe ich Fragen und Antworten immer maximal 4 Spalten auseinander erstellt.

Die zweite Tabelle dient dann zur Selbstkontrolle für die Kinder. Hier ziehen wir dann dicke Linien von der Zelle mit der Aufgabe zur Zelle mit der richtigen Antwort.
Wenn die Kinder die Gummis richtig gespannt haben und dann das Aufgabenblatt wenden sollten diese Linien Deckungsgleich mit den Gummis sein.

Ich habe dann das Arbeitsblatt dupliziert und ein weiteres erstellt, wo ich dann eine neue Zuordnung von Fragen und Antworten habe. Das habe ich dann noch dreimal wiederholt. Somit habe ich jetzt fünf verschiedene Schablonen, die ich für meine Aufgabenblätter nutze.
Damit kann ich recht schnell neue Aufgabenblätter erstellen, da ich die Zuordnung von Frage und Antworten bereits als Lienen habe und dann nur noch die erste Tabelle ausfüllen muss mit den Inhalten, die ich für das Aufgabenblatt haben möchte. Das es insgesamt nur 5 Lösungen bei allen meinen Aufgabenblättern gibt, haben meine Schüler bisher noch nicht bemerkt und ich zweifle nicht daran, dass es auch so bleibt.

Ich habe die Aufgabenblätter so erstellt, dass Sie ca. 9,5cm breit sind (wenn Sie gefaltet sind) und die breite erhöht sich leicht, wenn man diese laminiert. Wenn ihr das erste Aufgabenblatt erstellt habt, dann druckt es aus und faltet es zurecht.
Nun legt Ihr es mittig auf das Brett, hier solltet ihr schon die kleine Leiste aufgeklebt haben. Nun markiert ihr die Stellen, an der die Dübel oder Nagel angebracht werden müssen. Ihr schlagt dann die Nägel ein, bzw. bohrt die Löcher für die Dübel. Am besten sind die Dübel oder Nägel immer mittig in der Höhe bei jeder Zelle.
Bei 14 Brettern waren das 224 Löcher, aber es geht eigentlich schneller als man denkt. Macht am besten das erste Brett fertig und klebt die Dübel ein, bevor Ihr alle Bretter bohrt, dann könnt ihr noch mal überprüfen, ob die Breite mit euren Schablonen tatsächlich passt.
Sobald die Dübel eingeklebt sind, sind eure Bretter schon einsatzbereit. Ich habe mit einem Sprühkleber noch Filz unter die Bretter geklebt, das reduziert die Geräuschkulisse im Unterricht, sieht schöner aus und kaschiert ein wenig das ausgebrochene Holz, welches es durch das Bohren gab.






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